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Schmerzhaft vermisst: : Wo ist „Schnuffel“?

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

In der Imland-Klinik verliert sich die Spur eines Stoffhundes. Die Besitzerin hofft auf ehrlichen Finder.

shz.de von
erstellt am 05.Nov.2014 | 17:00 Uhr

Rendsburg | Weich ist er, hat ein braun-weiß geflecktes Fell und riesige Schlappohren: „Schnuffel“ ist der 13 Jahre alte Stoffhund von Anna Maria Rieper aus Osterrade im Kreis Dithmarschen. Die heute 18-Jährige hat das Kuscheltier zum fünften Geburtstag von ihrer Oma geschenkt bekommen. Das Stofftier war auf sämtlichen Reisen dabei und hat alle Höhen und Tiefen von Anna Marie miterlebt. Bis vor kurzem schlief er noch jeden Abend mit im Bett der Schülerin ein. Genauer: bis zum 17. Oktober. Denn seitdem wird das Stofftier schmerzlich vermisst. „Anna Maria war in der Rendsburger Imland-Klinik“, erzählt ihre Mutter Julia Rieper. „Als ich sie abgeholt habe, muss sie ,Schnuffel‘ auf dem Weg zum Auto verloren haben.“ Aufgefallen ist das erst in Osterrade.

Da der Stoffhund nicht im Krankenhaus gefunden wurde, hängte die Familie Suchzettel mit einer Beschreibung aus. Tatsächlich hatte Anna Maria Glück: Ein Finder meldete sich und gab das Kuscheltier an der Information der Imland-Klinik ab. „Ich habe große Hoffnung gehabt, dass ich „Schnuffel“ wiederbekomme“, sagt sie.

Als die Schülerin des Gymnasiums Heide-Ost ihren geliebten Stoffhund abholen wollte, folgte die Enttäuschung: Der Hund war nirgendwo aufzufinden. „Mitarbeiter der Klinik haben uns gesagt, dass ,Schnuffel‘am Sonnabend hinter der Scheibe der Information lag und einen Tag später nicht mehr da gewesen sei“, berichtet Julia Rieper. Dann hieß es, dass das Kuscheltier bereits ausgehändigt worden sei. „Der Stoffhund ist etwa 50 Zentimeter groß, den kann man doch nicht mal so eben einstecken“, meint Rieper. Oft seien sie und ihr Mann seitdem in der Imland-Klinik gewesen – immer erfolglos.

Weil der Verlust von „Schnuffel“ für Anna Maria dem eines echten Haustieres nah kommt, haben ihre Eltern jetzt eine Belohnung von 50 Euro für den Finder des Stoffhundes ausgeschrieben und neue Zettel mit der Beschreibung des Stoffhundes aufgehängt.

Vor dem Verschwinden von „Schnuffel“ hatte die Familie nur positive Erinnerungen an die Imland-Klinik. Im August 1996 wurde die Anna Maria dort geboren – drei Monate zu früh, der Stichtag war erst im November. „Dank der hervorragenden Frühchenstation ist Anna Maria am Leben geblieben und hat keine bleibenden Schäden behalten“, sagt ihre Mutter. Durch den Verlust des Kuscheltiers an der Information des Krankenhauses verbleibe ihrer Tochter nun eine schlechte Erinnerung an ihre Geburtsklinik, so Julia Rieper.

Anna Maria wartet weiterhin darauf, dass sich ein Finder meldet. „,Schnuffel‘ ist für mich etwas ganz Besonderes“, sagt sie. „Ich hoffe sehr, dass er wieder auftaucht.“

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