Top Regional : Wo Idylle auf Industrie trifft

Natursteinmauern säumen Grundstücke an der Dorfstraße. Die drei Bäume stehen unter Schutz.
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Natursteinmauern säumen Grundstücke an der Dorfstraße. Die drei Bäume stehen unter Schutz.

Osterrönfeld liegt verkehrsgünstig und gleichzeitig im Grünen. Schwerlasthafen sorgt für Jobs / 23 Vereine beleben Dorfgemeinschaft.

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24. Mai 2018, 09:38 Uhr

Osterrönfeld | Dörfliche Beschaulichkeit und Schwerlastindustrie liegen in Osterrönfeld so dicht beieinander wie in kaum einem anderen Ort in der Region. Von manch einer Terrasse aus schweift der Blick über die Auen des Baches Wehrau. Weniger als zwei Kilometer entfernt befindet sich auf Osterrönfelder Gemeindegebiet der einzige Schwerlasthafen Schleswig-Holsteins. 145 Schiffe liefen den Rendsburg Port im vergangenen Jahr an. Etwa 103 000 Tonnen Waren wurden umgeschlagen.

Drei Verkehrsachsen prägen das Ortsbild: der Nord-Ostsee-Kanal bildet eine natürliche Grenze. Die Eisenbahnhochbrücke gilt als Wahrzeichen. Die Bundesstraße 202 zerschneidet das Dorf. „Typisch für Osterrönfeld ist, dass wird verkehrsgünstig liegen, Infrastruktur durch den Ort geführt haben und trotzdem schnell ins Grüne gelangen“, sagt Bürgermeister Bernd Sienknecht. Durch das Landschaftsschutzgebiet „Wildes Moor“ im Süden des Dorfes führen viele Wander- und Wirtschaftswege, etwa der historische Ochsenweg.

Osterrönfeld wurde 1330 erstmals urkundlich erwähnt. Die ersten Ansiedlungen bildeten sich entlang der Wehrau. Das mittelalterliche Dorf „Rennevelde“ lag südöstlich des heutigen Ortskerns. Während der 1990er-Jahre entstanden links und rechts des Bahndamms Neubaugebiete, etwa am Franz-Pantel-Ring, „Stampfmühle“ und „Ohldörp“. Das Dorf besteht dadurch aus Teilen, die nicht alle zusammenhängen. Sienknecht schätzt, dass Osterrönfeld damals um etwa 1000 Einwohner wuchs. Mit der Fertigstellung des Schwerlasthafens 2011 siedelten sich der Windkraftanlagenhersteller Senvion und der Baukonzern Max Bögl an. Mehrere Hundert neue Arbeitsplätze wurden geschaffen, auch durch Zulieferer.

„Stolz sind wir auf ein aktives Vereinsleben. Trotz der Größe haben wir uns einen dörflichen Charakter bewahrt“, sagt Sienknecht. Es gibt 23 Vereine. Übrigens: Die Freiwillige Feuerwehr Osterrönfeld feiert 2018 ihr 85-jähriges Bestehen, der Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes wird 50, 2019 wird der Osterrönfelder TSV 100 Jahre alt.

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