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Naturschauspiel : Wo die wilden Schwäne ziehen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Seltenes Naturschauspiel: In großen Schwärmen rasten im Spätwinter Zwergschwäne auf den Grünlandflächen der Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge. Bei Exkursionen können die Tiere beobachtet werden.

Auch in diesem Spätwinter werden wieder nordische Schwäne in der Eider-Treene-Sorge-Niederung erwartet. Die Region ist mittlerweile das bundesweit wichtigste Rastgebiet für den seltenen sibirischen Zwergschwan, der dort auf seiner Reise in die nordischen Brutgebiete gemeinsam mit dem Singschwan einen Zwischenstopp einlegt. Der Weltbestand des kleinsten europäischen Schwans beläuft sich derzeit auf nur noch etwa 16 000 Exemplare. Bis zu einem Viertel der Gesamtpopulation kann in der Region beobachtet werden – 2013 wurden an einem Tag 3600 Zwergschwäne gezählt.

Ab Mitte Februar treffen kleinere und größere Trupps der weißen Vögel in der Flussniederung ein und künden den nahenden Frühling an. Sie kommen aus ihren Überwinterungsgebieten in den Niederlanden und Südengland und sind auf dem Weg in die nordrussische Tundra. Die Eider-Treene-Sorge-Niederung wird zum Zwischenstopp genutzt, um die Energiereserven für die etwa 4000 Kilometer lange Reise aufzutanken. Die Tiere finden eine für sie wichtige Kombination aus offenem, feuchtem Grünland und nahegelegenen, störungsfreien Gewässern. Tagsüber halten sich die gefiederten Gäste auf den Wiesen auf, wo sie in Gruppen von bis zu 300 Tieren beim Fressen und im Sonnenschein auch bei der Balz beobachtet werden können. Mit Einbruch der Dunkelheit fliegen sie trompetend zu ihren Schlafplätzen auf den Flussläufen und offenen Wasserflächen der Naturschutzgebiete, wo sie vor ihren Feinden sicher sind. Dort werden sie von anderen Artgenossen lautstark begrüßt. Mit etwas Glück ist das eindrucksvolle Konzert auch noch bis in die Dunkelheit zu hören.

Die Rast der nordischen Schwäne kann auch diesmal wieder im Rahmen von Exkursionen des Vereins Kuno erlebt werden, und zwar zwischen Montag, 24. Februar, und Mittwoch, 26. Februar, jeweils um 8.45 und 10.30 Uhr. Zudem werden für Grundschulklassen Exkursionen angeboten. Die Schulkinder fahren mit Treckern und Planwagen durch den weitläufigen Grünlandkoog und beobachten an ausgewählten Punkten die Schwäne mit Ferngläsern und Spektiven. Während der eineinhalbstündigen Tour lernen die Kinder eine Menge über Zwergschwäne und weitere Zugvogelarten, die zu dieser Zeit in der Region anzutreffen sind.

Weitere Informationen über die Exkursionen und Anmeldungen beim Verein Kuno und im Michael-Otto-Institut in Bergenhusen unter der Telefonnummer 0 4885 / 585 oder -570, montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr.

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