zur Navigation springen

themenwoche (5): Bäume und Parks : Wo der Taschentuch-Baum wächst

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Hinter dem Herrenhaus Bossee liegt ein prachtvoller Park mit zahlreichen Raritäten. Im Frühjahr lockt die Rhododenron-Blüte. Aber auch zu jeder anderen Jahreszeit ist ein Besuch ist möglich.

von
erstellt am 17.Jun.2016 | 18:41 Uhr

Gärten sind Orte der Erholung, der Schönheit, aber auch von praktischem Nutzen. Eine Woche lange stellt die Landeszeitung die verschiedensten Anlagen und Gärtner aus der Region vor. Heute: Bäume und Parks.

In der Mitte des 18. Jahrhunderts entstanden in England die ersten Landschaftsparks und -gärten. Entgegen den zuvor üblichen formalen Anlagen sollten sie ein Abbild der Natur sein. Noch heute finden sich vielfach wunderschöne Parks – meist in Verbindung mit Herrenhäusern. In Bossee legte Detlev von Bülow, der Urgroßvater des heutigen Besitzers, große Teile des Parks an. Da durfte auch eine Grotte nicht fehlen, die Teil eines Steingartens war, der allerdings nicht mehr existiert.

Bereits auf dem Weg zum Gut fallen imposante Bäume ins Auge. Eine drei Kilometer lange Eichenallee gibt es hier, einige der Bäume haben schätzungsweise ein Alter von mehr als 200 Jahren und sind damit ein Naturdenkmal. Auch im Park fällt auf einer Anhöhe in der Nähe des Herrenhauses ein besonderes Exemplar ins Auge. Die mächtige alte Stieleiche hat einen Stammdurchmesser von fast zwei Metern.

„Schon im Hof sind interessante Bäume zu finden, darunter eine ausladende Magnolie und eine mächtige Platane“, heißt es in den „Gartenrouten zwischen den Meeren“. Hier wird ein Besuch des Bosseer Parks empfohlen. 40 Hektar groß ist die Anlage hinter dem weißen Herrenhaus. „Eine Eiche und eine Buche bilden am nordöstlichen Weg ein kunstvoll verbundenes Baumpaar“, macht der Führer auf Besonderheiten aufmerksam.

Wer einmal eine Libanon-, Zerr-, Sumpf-, Kaiser-, Pyramiden- oder amerikanische Eiche sehen möchte, kann dies ebenfalls bei einem Bossee-Besuch. Große weiße Blätter, die wie Tücher aussehen, haben dem Taschentuch-Baum (Davidia involucrata) zu seinen Namen verholfen. Wem andere einzelne Exemplare geradezu riesig erscheinen, steht vielleicht vor einem von mehreren Metasequoia – sogenannten Mammut-Bäumen. Teilweise über einhundert Jahre alt sind auch die Rhododendren im Park. Daher lohnt ein Besuch besonders im Mai, wenn sie üppig blühen. Einen Monat zuvor – im April – sorgen gelbe Schein-Calla (Lysichiton americanus) für einen farbigen Blütenteppich an der Au, die durch den Park fließt. Das Gelände ist schön geschwungen – eine Endmoränenlandschaft, die durch die letzte Eiszeit geschaffen wurde.

> Der Park ist ganzjährig frei zugänglich, hausnahe Bereiche und Grotte allerdings nicht. Nähere Informationen unter www.gartenrouten-sh.de.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen