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Landeszeitung

20. Oktober 2017 | 09:53 Uhr

Ein Highlight : Wo Blech kein Blech ist

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Katalog zur Spielzeugsammlung von Reinhard und Elke Jahnke in den Museen im Kulturzentrum ist erschienen. Herausgabe wurde durch eine Erbschaft möglich. 450 Figuren erzählen Geschichte.

shz.de von
erstellt am 11.Dez.2013 | 18:15 Uhr

Als „absolutes Highlight“ empfand Dr. Martin Westphal vor zwei Jahren die Übergabe der 450-teiligen Blechspielzeugsammlung durch Reinhard und Elke Jahnke. Jetzt konnte sich der Leiter der Museen im Kulturzentrum einen zusätzlichen Wunsch erfüllen: Die Figuren sollten nicht nur in den sieben Vitrinen auf etwa 40 Quadratmetern des Historischen Museums, sondern irgendwann einmal auch „zwischen zwei Buchdeckeln“ zu bewundern sein. Gestern wurde der in einer Auflage von 500 herausgebrachte Katalog vorgestellt.

Zum Sammeln der blechernen Lieblinge, allen voran Motorräder in jeglicher Form sowie Rennautos, Schiffe und Tiere in allerlei putzigen Verkleidungen, kam der aus Königsberg stammende Reinhard Jahnke nach dem Zweiten Weltkrieg in seiner neuen Heimat Satrup/Angeln. Der heute 73-Jährige hatte als Kind keine Spielsachen gehabt, verspürte jetzt aber einen enormen Nachholbedarf. Blechspielzeug lernte er bei einem Freund kennen, die ersten Ende der fünfziger Jahre erstandenen Autos bildeten den Grundstock seiner ständig wachsenden Sammlung mit Bestandteilen von 1897 bis in die Siebziger des vergangenen Jahrhunderts. Von dem Zeitpunkt an, als verschiedene Produzenten „auferstanden“, wurden Repliken herausgebracht. Zur Sachspende an das Museum entschloss das Ehepaar Jahnke sich nicht zuletzt, um das Spielzeug der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Die Figuren aus Jahnkes „Schatzkiste“ haben einen Beschaffungswert in einer sechsstelligen Summe. Rund 100 von ihnen sind in dem umfangreichen Fototeil des Katalogs zu finden, der sich der von Verena Lippert zusammengestellten Kulturgeschichte des Blechspielzeugs anschließt. Die vollständige Sammlung ist auf einer dazugehörenden DVD enthalten. Finanziert werden konnten die Herstellungskosten von rund 12 000 Euro dank einer den Museen überlassenen Erbschaft der Schwestern Hilla und Heilke Swart. Letztgenannte war lange im Rendsburger Heimatmuseum, dem Vorgänger der heutigen Einrichtung im Hohen Arsenal, beschäftigt.

Der Katalog ist zum Preis von 25 Euro ab sofort an der Museumskasse sowie bei den Buchhandlungen Albers, Coburg’sche und Reichel erhältlich.

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