zur Navigation springen

Handball : „Wir wollen attraktiven Angriffshandball bieten“

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

In der 3. Liga der Frauen will der TSV Owschlag mit spektakulären Auftritten wieder mehr Zuschauer in die eigene Halle locken. Trainer Rainer Peetz ist begeistert von seinen Zugängen.

Vorhang auf für eine neue Saison: Am Sonnabend fällt für die Handballerinnen des TSV Owschlag der Startschuss in der 3. Liga Ost. Die Landeszeitung sprach mit Trainer Rainer Peetz vor dem ersten Anpfiff in der Owschlager Sporthalle (Anwurf: 17 Uhr). Zu Gast ist das Top-Team vom Rostocker HC.


Was trauen Sie Ihrem Kader in der neuen Saison zu?
Peetz:
Meinem Team traue ich eine Menge zu, ohne mich auf eine Platzierung festlegen zu wollen. Der Klassenerhalt sollte als Minimum herausspringen. Vor allem geht es mir aber darum, dass wir einen attraktiven Angriffshandball bieten. Auch die Weiterentwicklung der jungen Spielerinnen steht ganz oben auf der Liste. So bekommen talentierte Spielerinnen aus der Umgebung mit, dass es sich für ihre weitere sportliche Entwicklung lohnt, zum TSV Owschlag zu wechseln.


Wie bewerten Sie die Entwicklung Ihrer Mannschaft?
Insbesondere im spielerischen Bereich haben wir uns trotz der immer neuen Kaderzusammenstellungen enorm weiterentwickelt. Es macht einfach Spaß, mit dieser Mannschaft zu arbeiten. Auch im Umfeld haben wir mittlerweile ein tolles Team um das Team aufgestellt. Ohne ein funktionierendes Umfeld wäre eine Punktrunde in der 3. Liga unmöglich.

Charakterisieren Sie bitte kurz Ihre Neuzugänge.
Durch die Bank weg top, sowohl sportlich als auch menschlich. Speziell für Johanna Wichelmann freue ich mich, dass sie den Sprung von der 2. in die 1. Mannschaft gewagt hat. Ihre Entwicklungskurve zeigt steil nach oben.


Wie wollen Sie den Ausfall von Linksaußen Katrin Rohwer kompensieren?
Nach dem Kreuzbandriss von Katrin war es nicht einfach, Ersatz zu finden. Wir sind froh, dass Levke Rohwer über ein Doppelspielrecht nun auch für uns auf Torejagd gehen kann. Sie bestreitet die Punktspiele für die HSG Kropp/Tetenhusen und voraussichtlich ein Drittel aller Spiele für uns. Einen Dank für die unkomplizierte Hilfe an die HSG.


Wie schwer wiegen die Abgänge?
Abgänge zu verkraften, ist nie einfach. Vor allem nicht, wenn es verdiente Spielerinnen sind, die der Mannschaft den Rücken gekehrt haben. Die Abgänge auf der Torwartposition konnten wir mehr als gleichwertig ersetzen. Ines Gümmer zog es vor, die Handballschuhe an den Nagel zu hängen. Auch hier war ich der Meinung, dass wir diesen Abgang mit Fabiane Voß und Raphaela Steffek kompensieren können. Leider legt Fabiane im Moment eine Handballpause ein, so dass wir diese Position wohl das eine oder andere Mal auch mit einer Rechtshänderin bekleiden müssen. Lena Feldstedt wird uns als weitere Alternative im Rückraum fehlen, zumal Kathrine Buus Nielsen voraussichtlich noch bis Ende Oktober ausfallen wird. Hier muss Jill Sievert viel mehr Verantwortung übernehmen.


Gibt es Schlüsselspielerinnen in Ihrer Mannschaft?
Natürlich. Greta Stolley und Anita Ewert sind die absoluten Führungsspielerinnen und Leitwölfe. Aber auch Franziska Peters und Svenja Zadow aus der jungen Garde übernehmen immer mehr Verantwortung.


In Owschlag geht der Zuschauerschnitt langsam nach oben. Trotzdem muss der TSV um jeden Fan kämpfen. Warum?
Eine gute Frage, auf die ich leider keine Antwort parat habe. Ich habe der Mannschaft vor kurzem vorgeschlagen, dass wir mit mehreren Spielerinnen Patenschaften für die weiblichen Jugendmannschaften übernehmen. Da die Spielerinnen aber schon einen sehr hohen Aufwand auf sich nehmen, ist dieses Projekt zurzeit noch nicht umzusetzen. Außerdem musste ich feststellen, wie oft sich die Heimspieltermine mit der HSG Kropp/Tetenhusen überschneiden. Das sollten beide Vereine zur nächsten Saison ändern. Andernfalls ist der Fan vor die Wahl gestellt: Owschlag oder Kropp, statt Owschlag und Kropp.


Mit dem Rostocker HC erwarten Sie gleich am ersten Spieltag einen dicken Brocken. Worauf wird es ankommen?
Lassen wir uns überraschen. Wir müssen sehen, dass wir unsere Nerven früh in den Griff bekommen und auf unsere Leistungsstärke vertrauen. Dann kommen die nötige Lockerheit und der Spaß automatisch hinzu. Ich bin, genau wie das gesamte Team, sehr gespannt.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 13.Sep.2013 | 06:15 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen