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Bus-Chefin nach Kritik : „Wir sind pünktlich!“

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Norddeutschen Verkehrsbetriebe (NVB) verzeichnen kaum Ausfälle und gute Pünktlichkeit. Jeder Beschwerde werde nachgegangen, heißt es.

von
erstellt am 07.Jul.2017 | 11:28 Uhr

Nach vielen Beschwerden von Fahrgästen im Rendsburger Busverkehr (wir berichteten) haben die Norddeutschen Verkehrsbetriebe (NVB) als Betreiber ihre Statistik vorgelegt: Im ersten Quartal 2017 fielen 0,2 Prozent, im zweiten Quartal 0,1 Prozent der Fahrten aus, berichtet Elfi Lang, leitende Handlungsbevollmächtigte für Rendsburg. In Kilometern bedeutet das: Die Busfahrer sollen auf den 18 Linien zwischen Fockbek, Rendsburg, Büdelsdorf, Rickert, Borgstedt, Schacht-Audorf, Osterrönfeld, Westerrönfeld, Schülp und Nübbel pro Quartal etwa 280  000 Kilometer zurücklegen. Davon sind im Durchschnitt 461 Kilometer nicht gefahren worden. „In der Gesamtschau muss man feststellen, dass es gut läuft.“

Für die Pünktlichkeitsstatistik hat Elfi Lang die Werte der Werktage herangezogen. Von Montag bis Freitag sind pro Tag 123 Abfahrten angesetzt. Innerhalb des ersten Halbjahrs 2017 waren damit 15  375 Starts geplant. Davon erfolgten 36 Abfahrten oder 0,2 Prozent mit einer Verspätung von mehr als 20 Minuten. Die Generalbevollmächtigte führt drei Gründe für diesen zeitlichen Verzug an: In zwei Fällen hatten sich die Fahrer aus persönlichen Gründen verspätet. Fünfmal mussten die Kunden wegen eines technischen Problems 20 Minuten oder länger warten. „Der Rest der Verspätungen lag daran, dass die Verkehrslage nichts anderes hergab.“

Zum Teil kann das Unternehmen darauf reagieren: Wenn ein Bus im Stau steht, fährt ein zweiter Wagen los und holt die Kunden an den Haltestellen ab, die das erste Fahrzeug noch nicht erreicht hatte. Im Regelfall sind den Busfahrern bei Engpässen aber die Hände gebunden. Das Problem: „Der Fahrplan ist seit mehr als zehn Jahren unverändert“, so Lang. Wenn der Kreis Rendsburg-Eckernförde an einer bestimmten Station einen Halbstundentakt wünscht, dann müssen die NVB diese Leistung erbringen. „In zehn Jahren hat sich aber viel verändert. Der Kreis ist offen für Gespräche, und ich kann sagen: Wir müssen da etwas ändern.“

Das Platzangebot in den Bussen ergibt sich aus den Ausschreibungsvorgaben des Kreises zum Einsatz von Niederflurbussen. Damit steht die Anzahl der Sitzplätze, die Absenktechnik und die Türoffnung nach innen fest. „Wir haben uns bei der Auswahl der Sitze für breitere mit höherer Sitzqualität entschieden, das hat nun zur Folge, dass der Gang im Bus schmaler geworden ist. Daraus lernen wir.“ Die Busse verfügen jeweils über 36 Sitz- und 64 Stehplätze.

Mit den Fahrern ist Elfi Lang sehr zufrieden. Sie kannten die Strecken bereits bei der Übernahme und hätten sich gut eingebracht. Sie betonte aber auch: „Wir gehen jeder Beschwerde nach. Ich möchte, dass unsere Fahrgäste höflich und mit Respekt behandelt werden. Das ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Wir haben aber auch keine Hemmungen, einen Mitarbeiter sofort freizustellen, wenn es entsprechende Vorkommnisse gibt und gegen unsere Richtlinien verstoßen wird.“

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