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Nortorf : „Wir brauchen junge Unternehmer“

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Klaus Pommrehn zieht im Interview Bilanz seines ersten Amtsjahres als Vorsitzender des Vereins für Handel, Handwerk und Industrie.

von
erstellt am 17.Mär.2015 | 06:00 Uhr

Familienvater, Sparkassenfilialdirektor, Vorstand der Bürgerstiftung Nortorfer Land und seit einem Jahr auch Vorsitzender des Vereins für Handel, Handwerk und Industrie (VHHI) – Klaus Pommrehn hat mit seinen Ämtern alle Hände voll zu tun. Grund genug für Redaktionsmitglied Julia Borrmann mit dem gebürtigen Kieler über den Spagat zwischen Arbeit und Ehrenamt, die Zusammenarbeit mit der Stadt und über Wünsche für die nächsten Amtsjahre zu sprechen.

 

Herr Pommrehn, wie war das erste Jahr für Sie?

Klaus Pommrehn: Aufregend. Mir wurde am Anfang gesagt, dass es gar nicht so viel Arbeit sei. Aber das ist es doch. Wir haben aber viel bewegt und es macht sehr viel Spaß.

 

Was zählen Sie denn zu den größten „Bewegungen“ im vergangenen Jahr?

Das Sommerfest für unsere Mitglieder. Wir neigen ja dazu, eher Veranstaltungen für Dritte auf die Beine zu stellen. Beim Sommerfest standen aber die Vereinsmitglieder im Fokus. Es ging darum, dass man sich untereinander näher kennen lernt. Auch die Unternehmermittage kommen gut an. Früher haben wir uns beim Frühstück getroffen, aber bei den Mittagessen kommen viel mehr Mitglieder, da sie ohnehin zu Tisch gehen und so keine Zeit verschenken. Nicht zu vergessen unsere Ausbildungsmesse, die ein voller Erfolg war. Sowohl von den Besuchern als auch von den Ausstellern haben wir positive Resonanz erhalten. Die Einführung des neuen Logos, die Weihnachtsbeleuchtung und das Lichterfest rundeten das Jahr – gemeinsam mit den etablierten Veranstaltungen wie dem Dämmershopping oder dem Weihnachtspreisausschreiben – perfekt ab.

 

Neben Ihrem Job als Vorsitzender des VHHI sind Sie auch Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung und haben als Sparkassenfilialdirektor alle Hände voll zu tun. Wie schaffen Sie es, das alles unter einen Hut zu bekommen?

Das klappt erstaunlich gut. Ohne die Sparkasse wäre das natürlich nicht möglich. Die kommen mir sehr entgegen und haben ja auch vor der Wahl zum Vorsitzenden ihre Zustimmung gegeben. Natürlich läuft auch vieles in der Freizeit. Da habe ich dann das Verständnis meiner Frau. Bislang habe ich alles unter einen Hut bringen können. Es ist zwar viel, aber es befriedigt einen ja auch.

 

In der Vergangenheit gab es Probleme in der Zusammenarbeit zwischen dem VHHI und der Stadt. Wie sieht das derzeit aus?

Das war vor meiner Zeit als VHHI-Vorsitzender. Ich habe keine Probleme mit der Verwaltung. Im Gegenteil, alles läuft gut, die Stadt und der Verein unterstützen sich gegenseitig.

Was steht denn dieses Jahr an Veranstaltungen und Projekten an?

Ich könnte mir gut vorstellen, dass wir wieder ein Sommerfest veranstalten. Die Ausbildungsmesse wird wieder stattfinden, ebenso das Dämmershopping. Bald hängen wieder die Blumenampeln. Im diesem Jahr werden wohl so viele wie noch nie in der Stadt hängen. Das Lichterfest würden wir gern etwas größer auf die Beine stellen. Auch aus dem Mitgliederkreis sind viele gute Ideen eingebracht worden, diese werden wir auf der Jahresversammlung näher besprechen. Das wird auf jeden Fall spannend.

 

Was möchten Sie in nächster Zeit in Gang bringen?

Das Stadtmarketing liegt mir sehr am Herzen. Umlandgemeinden wie Aukrug, Hohenwestedt oder auch Kropp haben in der Vergangenheit bereits gezeigt, wie man so etwas vorbildlich auf die Beine stellt. Auch die Wirtschaftsförderung beschäftigt mich sehr. Es wäre schön, wenn in Nortorf ein Geschäftemix entsteht. Mittel und Wege müssten gefunden werden, wie so etwas möglich ist. Als ich 1991 mit meiner Frau nach Nortorf gezogen bin, waren in den Seitenstraßen noch viele kleine Geschäfte. Von denen sind heute nur noch sehr wenige vorhanden. Man müsste junge Unternehmer nach Nortorf holen und ihnen die Möglichkeit bieten, sich hier zu verwirklichen. Dafür braucht es jemanden, der sich darum kümmert. Es gibt viele Ideen, die die Stadt lebenswerter machen, und die gilt es zu prüfen.

 

 

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