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Landeszeitung

21. September 2017 | 03:31 Uhr

Wippen weichen Wohnhäusern

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Wenig genutzte Spiel- und Bolzplätze in Nortorf werden aufgegeben / Stadt will Baumöglichkeiten überprüfen

von
erstellt am 07.Apr.2014 | 11:21 Uhr

Gleich vier Bolz- und Spielplätze in der Stadt Nortorf sollen aufgegeben werden, um anschließend für eine Wohnbebauung veräußert zu werden (wir berichteten). Dabei handelt es sich um Plätze, die von Kindern nicht mehr stark genug genutzt werden. Im Rahmen einer „Entbehrlichkeitsprüfung“ entschied sich die Stadt vorerst für den Bolzplatz in der Gravensteiner Straße sowie die Spielplätze in der Stiegkoppel, Elbinger-, Gravensteiner- und Rudolf-Kinau-Straße. Der Stadt bleiben 28 weitere Spielplätze erhalten. Die Ergebnisse zur Prüfung der Bebaubarkeit liegen nun dem zuständigen Ausschuss für Bauwesen und Umwelt der Stadt vor.

So entscheidet ein sogenanntes „Geruchsgutachten“ beispielsweise über die Bebaubarkeit am Spielplatz in der Elbinger Straße. Aufgrund der dort benachbarten Landwirtschaft ist ein solches Gutachten notwendig. Das Ergebnis liegt noch nicht vor. Bis dahin müsse die weitere Vorgehensweise abgewartet werden. Laut Untersuchungsbericht liegen jedoch günstige Baugrundverhältnisse vor. Auch eine Versickerung für Oberflächenwasser wäre möglich.

Ungünstige Verhältnisse dagegen sind am Bolzplatz in der Gravensteiner Straße zu finden. Sowohl eine unterkellerte als auch eine nicht unterkellerte Bebauung seien nur schwer umsetzbar. „Vor einer Bebauung wäre ein Vollbodenaustausch notwendig, wobei die Auffüllung durch ein geeignetes Füllmaterial zu ersetzen ist“, heißt es in dem Untersuchungsbericht. Zusätzlich sei eine Wasserhaltung einzuplanen, um die Baugrubensohle trocken halten zu können. Vor einem möglichen Baubeginn sei vor allem die Nachbarbebauung zu berücksichtigen. Denn: Durch die Wasserhaltung könnten Setzungsschäden entstehen. Sollte auf diesem Grundstück dennoch gebaut werden, müsste sich die Wohnbebauung in die Eigenart der näheren Umgebung einfügen, heißt es in der Vorlage. Gute Baugrundverhältnisse für eine nicht unterkellerte Bebauung sind am Spielplatz in der Rudolf-Kinau-Straße gegeben. Die Bewohner und Nachbarn aus der Umgebung hatten bei der Stadt einen Antrag gestellt, die Fläche als Parkplatz zu nutzen. Dieser wurde jedoch abgelehnt.

Unproblematisch sieht es beim Spielplatz in der Stiegkoppel aus. Laut Untersuchung ergeben sich dort günstige Baugrundverhältnisse und auch eine Versickerung wäre hier möglich. Daher sei ein Verkauf realisierbar.

Grund zur Sorge, einen passenden Investor zu finden, hat die Stadt nicht. Interessierte Bewerber gebe es immer, sagte Hans-Eggert Rohwer, zuständig für Bauverwaltung im Amt. Wie viele Wohneinheiten letztlich entstehen, könne nicht gesagt werden. Das hänge von den nächsten Beratungen ab. Um „spezielle“ Wohnbebauung handele es sich nicht. „Die Grundstücke sind für die klassische Wohnbebauung angedacht“, so Rohwer weiter.

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