Ersatzfähre auf dem NOK : Winterschlaf ab Weihnachten

Die „Falckenstein“ wird weniger genutzt als die ausgefallene Schwebefähre.
Die „Falckenstein“ wird weniger genutzt als die ausgefallene Schwebefähre.

Die „Falckenstein“ verkehrte bisher als Ersatz für die Schwebefähre. Jetzt soll sie die kommenden Monate nur noch bei Bedarf zum Einsatz kommen.

shz.de von
16. November 2016, 19:01 Uhr

Die Personenfähre „Falckenstein“ stellt mit Beginn der Weihnachtsferien ihren regelmäßigen Pendelbetrieb über den Nord-Ostsee-Kanal vorübergehend ein. Bis zum Frühjahr soll das Schiff nur noch in Ausnahmefällen zum Einsatz kommen. Im Moment dient die „Falckenstein“ als Ersatz für die im Januar havarierte Schwebefähre.

Die Winterpause wurde damit begründet, dass der Wasserweg anders als die Schwebefähre zu wenig genutzt wird. „Täglich überqueren rund 150 Passagiere den Kanal per Fähre“, sagte Matthias Visser vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau (WSA). Die Kosten für die Ersatzfähre liegen nach seinen Angaben bei 2400 Euro pro Tag.

Ab Weihnachten soll die „Falckenstein“ nun nur noch in Aktion treten, wenn es technische Probleme im Fußgängertunnel gibt, beispielsweise mit den Fahrstühlen. „Meistens sind Fahrstuhlausfälle mit einer Wartung verbunden“, so Visser. Außerplanmäßige Ausfälle seien sehr selten. Laut der Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel könne die Fähre „Falckenstein“ in den Wintermonaten mit einem Vorlauf von 12 bis 24 Stunden jederzeit angefordert werden. Ab Ende der Osterferien soll sie dann wieder regelmäßig fahren. „Wir hoffen, dass die besseren Witterungsbedingungen mehr Passagiere locken“, so der Osterrönfelder Bürgermeister Bernd Sienknecht. Darüber hinaus setze man darauf, dass Touristen die Fährverbindung verstärkt in Anspruch nehmen werden, hieß es aus dem Rendsburger Rathaus.

Auch von der Schwebefähre gibt es Neuigkeiten. Anfang 2017 werden die Fahrwege an der Eisenbahnhochbrücke saniert, auf denen der Gleitschlitten der Schwebefähre aufsetzt. Die Bauarbeiten sollen bis Mitte 2018 abgeschlossen sein. Ob ein Neubau des Markenzeichens bis dahin betriebsbereit ist, bleibt zunächst ungewiss. Die Ausschreibung soll im ersten Halbjahr 2017 starten. Der Bund hat dem Großprojekt eine Unterstützung von rund drei Millionen Euro zugesagt.

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