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Landeszeitung

14. Dezember 2017 | 02:07 Uhr

Bredenbek : Windpark: Anwohner laufen Sturm

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Erhitzte Gemüter und verhärtete Fronten – die Einwohnerversammlung zum geplanten Windpark verlief alles andere als ruhig.

shz.de von
erstellt am 06.Aug.2014 | 12:53 Uhr

Erhitzte Gemüter und verhärtete Fronten – die Einwohnerversammlung zum geplanten Windpark verlief alles andere als ruhig. Wie bereits in den vergangenen Monaten beriefen sich die Kritiker des Projekts auf Lärm und Schattenwurf, die durch die Windmühlen verursacht werden könnten. Zudem befürchteten einige die Wertminderung ihrer Häuser, die sich in unmittelbarer Nähe des Windparks befinden. Das Interesse an der Thematik schien groß. Über 100 Bredenbeker sowie Gäste aus benachbarten Gemeinden, wie Westensee und Haßmoor, nahmen an der Versammlung im Gasthof Krey teil.

Man habe versucht, die Thematik in ihrer Gänze abzudecken und wolle Experten zu den einzelnen Abschnitten vortragen lassen, erklärte Bürgermeister Bartelt Brouer zu Beginn der Versammlung. Zuvor hatte man sich darauf geeinigt, dass auch während der einzelnen Vorträge Fragen gestellt werden durften, was von den Projektkritikern auch häufig und manchmal lautstark genutzt wurde. Schon Stefan Jux und später sein Kollege Jan-Peter Freese vom Sehestedter Unternehmen Denker & Wulf, das den Windpark planen und mitbetreiben möchte, bekamen den augenscheinlichen Unmut einiger Gäste zu spüren. Neben möglichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch Infraschall und den Schattenwurf der Anlagen machten sich viele über den potenziellen Wertverlust ihrer Grundstücke sorgen. „Das geht bis zum Totalverlust“, meinte Anwohner Rainer Böttcher, betonte aber auch, dass er und andere nicht generell gegen den Windpark seien, sondern lediglich die Höhe kritisieren. Sie wünschten sich kleinere Anlagen.

In Zahlen fordern die Kritiker Windmühlen mit einer Maximalhöhe von 120 Metern und einem Mindestabstand zu Wohnhäusern von 650 Metern. Denker & Wulf plant allerdings sieben 180 Meter große Windräder. Als Abstand zu Wohnhäusern seien 540 Meter vorgesehen, erläuterte Jan-Peter Freese: „Die neuen höheren Anlagen drehen sich auch wesentlich ruhiger als die kleineren.“ Die Projektkritiker ließen sich jedoch nicht überzeugen. Einige hatten sich auch eine Bürgerbefragung gewünscht, bevor der Gemeinderat beschloss, einen Bebauungsplan aufzustellen sowie die Änderung des Flächennutzungsplans zu initiieren. Andere kritisierten einen „mangelnden Informationsfluss“. Er möchte die Gemeindevertreter bitten, im Sinne der Bürger zu entscheiden, und wünsche sich in Zukunft viele Informationen, sagte auch Rainer Böttcher.

Das Gelände des geplanten Bürgerwindparks befindet sich zwischen Bredenbek und Haßmoor und ist offiziell in der Regionalplanung als Eignungsfläche ausgewiesen. Die Gegner des Projekts haben bereits bei der Amtsverwaltung Achterwehr einen Antrag auf ein Bürgerbegehren gestellt.

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