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LZ-Serie „Lieblingsorte – Lieblingsplätze“ : Windmühle, Wiederaufbau und Wanderungen im Wald

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Das Sportlerheim ist der bevorzugte Treffpunkt in Todenbüttel. Aber zur Erholung geht Otto Harders gerne im Wald spazieren. Im heutigen Teil der Serie stellt der Bürgermeister seine Lieblingsplätze in Todenbüttel vor.

Sein Geburts- und Wohnort sei ein bisschen hügelig, sagt Otto Harders. Und Todenbüttels Bürgermeister weiß, woran das liegt: „Landschaftlich liegen wir in einem Endmoränental der letzten Eiszeit.“ Die mitten durchs Dorf führende Au sei am Ende der Eiszeit als Schmelzwasserabfluss entstanden. Auch 300 Hektar Wald auf dem Gemeindegebiet sorgen für landschaftliche Reize. „Wald und Au laden zum Wandern und Erholen ein“, stellt Harders fest. Er und seine Frau Edda „gehen viel mit unserem Hund dort spazieren“.

Die Au – oder genauer gesagt die Brücke über die Au – ist derzeit das Hauptgesprächsthema bei den Bürgermeistersprechstunden im Gemeindehaus. „Die Leute sind überrascht von all den Schildern, die da jetzt an der Straße stehen, und wollen wissen, was aus der Aubrücke wird“, berichtet Harders. Seine Antwort: Die Brücke muss neu gebaut werden, denn sie ist baufällig und nicht mehr sanierungsfähig. „Die Brücke ist von innen her so zerbröselt, dass wir froh sein können, wenn sie noch ein paar Jahre hält.“ Planung und Neubau werden insgesamt etwa drei Jahre dauern.

Wenn er seine Sprechstunden (mittwochs ab 19 Uhr, sonnabends ab 10 Uhr) abhält, dann setzt sich Bürgermeister Harders auch gern auf die Bank vor dem Gemeindehaus und wartet auf Einwohner, die zu einem Klönschnack vorbeikommen. Ebenso gern sitzt er auf dem neu gestalteten Pausenhof der Theodor-Storm-Dörfergemeinschaftsschule und lässt seinen Blick über das schweifen, was der Schulverband hier von 2011 bis 2013 geschaffen hat. 2008 wurde Harders zum Vorsteher des neu formierten Schulverbands Hanerau-Hademarschen und Todenbüttel gewählt. Im November 2010 brannten die Sporthalle und angrenzende Teile der Schule ab. Vor etwas über einem Jahr wurde der Neubau festlich eingeweiht. „Das hat viel Energie gekostet, aber auch viel Spaß gemacht“, sagt Harders über den Wiederaufbau, der stolze 8,4 Millionen Euro verschlang.

Drei Jahre ohne Sporthalle waren nicht nur für die Schule, sondern auch für den SV Grün-Weiß Todenbüttel eine schwere Zeit. Im Sportlerheim des Vereins, das vor einem Jahrzehnt in direkter Nachbarschaft von Schule und Sporthalle entstand, tagen die Ausschüsse der Gemeinde, denn dort ist genügend Platz für die interessierte Öffentlichkeit gewährleistet. Das mit viel Eigenleistung gebaute Sportlerheim ist Treffpunkt für alle sportbegeisterten Todenbütteler. „Es freut mich, dass es von der Bevölkerung so gut angenommen wird“, betont der Bürgermeister, der sich seinerzeit für den Neubau stark gemacht hatte: „Das Heim hat vor allem der Fußballsparte des SV einen unheimlichen Auftrieb gegeben.“

Geht man den Turnerweg vom Sportplatz zur Hauptstraße hoch, blickt man auf die Windmühle „Senta“, die 1861 an exponierter Stelle errichtet wurde. „Sie ist ein Wahrzeichen Todenbüttels“, betont Harders. Vor einem Monat fand zum ersten Mal ein von allen Dorfvereinen gemeinsam organisiertes Weinfest auf dem Mühlengelände statt. „Mit diesem Fest wollen wir die Mühle wieder mehr ins Bewusstsein der Bevölkerung bringen“, erklärt Harders und weist darauf hin, dass man sich in der „Senta“ auch das Ja-Wort geben kann: „Die Mühle kann für Trauungen gemietet werden – mit dem Bürgermeister als Standesbeamten.

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erstellt am 19.Okt.2014 | 18:59 Uhr

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