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Jugendhandball : Willkommen in der Bundesliga

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die A-Jugend-Handballer der HSG Eider Harde feiern mit dem Aufstieg den größten Erfolg ihrer Vereinsgeschichte.

Es ist geschafft. Die A-Junioren der HSG Eider Harde spielen in der nächsten Saison in der Handball-Bundesliga. Mit drei Siegen aus vier Spielen in der Qualifikation in Berlin hat die Mannschaft von Trainer Thies Schmalfeld ihre herausragende Saison gekrönt darf sich nun Bundesligist nennen.

Die Nachricht vom Aufstieg verbreitete sich in Hohn und Umgebung wie ein Lauffeuer. HSG-Leiter Sönke Kolb setzte alles in Bewegung, um der Mannschaft bei ihrer Rückkehr am Sonntagabend einen gebührenden Empfang zu bereiten. Für die HSG geht ein Traum in Erfüllung. „Wir haben auf den Aufstieg gehofft“, fand Schmalfeld kaum Worte für diesen sensationellen Erfolg. In Zukunft geben Teams wie die SG Flensburg-Handewitt, der THW Kiel und der HSV Hamburg ihr Visitenkarte in der Hohner Werner-Kuhrt-Halle ab. Möglicherweise kommt auch der mehrfache Deutsche Meister Füchse Berlin dazu. Damit wird in Hohn in der kommenden Saison „Jugendhandball der Extraklasse“ geboten. „Um mit diesen Mannschaften mitzuhalten, müssen wir noch konstanter werden und dürfen uns keine Schwächephasen mehr leisten“, so Schmalfeld.

Finanziell ist das „Abenteuer Bundesliga“, das versicherte Kolb gegenüber unserer Zeitung, abgesichert. „Nach dem der Aufstieg gelungen ist, hoffen wir vielleicht noch den einen oder anderen Sponsor hinzugewinnen zu können“, erklärte der HSG-Leiter. Bislang konnte die HSG Eider Harde die Mannschaft nicht verstärken. „Vielleicht stoßen jetzt ja noch Spieler hinzu, die erst abwarten wollten, ob uns der Aufstieg gelingt“, orakelte Kolb. Allerdings hatte Schmalfeld diese Möglichkeit vor einer Woche bereits ausgeschlossen. In Berlin zeigte der aktuelle Kader, zu was er in der Lage ist, wenngleich es am Sonnabend nicht ganz optimal lief. Gegen den VfL Bad Schwartau, der noch vor einer Woche deklassiert wurde, konnte die HSG vor unter anderem 100 mitgereisten Eider-Fans die Partie erst in der Schlussphase in einen 21:18 (6:7-Sieg drehen. Im zweiten Spiel gegen Empor Rostock hätte Eider mit einem Sieg direkt den Weg in die Bundesliga vollbracht, aber nach einer 13:12-Halbzeitführung hieß es am Ende 24:28 aus Sicht der HSG. „Wir hatten gegen Rostock eigentlich nur eine schwache Phase von zehn Minuten, doch die reichte aus“, haderte Schmalfeld. Damit stand fest: Die HSG musste in die dritte Runde.

„Die Mannschaft hat aus den Fehlern vom Sonnabend gelernt. Gegen Narva Berlin haben wir eine tolle zweite Halbzeit hingelegt“, bescheinigte der Trainer seinen Spielern eine ganz starke Leistung mit einer sicheren Abwehr und konzentrierten Abschlüssen. Dieser Erfolg gab der HSG noch einmal Auftrieb, um gegen den LHC Cottbus den letzten Schritt zu gehen. Gegen die Brandenburger traf die HSG auf einen körperlich starken Gegner, der fünf Trainingseinheiten in der Woche absolviert. „Meine Mannschaft hat dermaßen gebrannt, dass sie sich auch durch die vermeintliche Stärke des Gegners nicht mehr aus dem Konzept bringen ließ“, lobte Schmalfeld, der dieses Wochenende sicherlich nie vergessen wird. Am Freitag stand er vor dem Traualtar und fuhr in den Hafen der Ehe ein. Zwei Tage später nahm er mit seinen Handballern die Ausfahrt in Richtung Bundesliga.

Der Hochzeitsfeier folgte die Aufstiegsparty. Was für ein Wochenende für Thies Schmalfeld und die HSG Eider Harde. Dem Verein, der fortan ein Bundesliga-Team stellt.

Die Statistiken der Qualifikationsspiele

Spiele der Hauptgruppe B

VfL Bad Schwartau – HSG Eider Harde 18:21 (7:6)
Eider Harde:
Warnecke, Ehlers – B. Clausen, Kiehn, Rohwer (8/4), Mumm (7/2), Fröhlich (2), M. Clausen (1), Kock (2), Bartsch (1), Feige, Ahrends.

HC Empor Rostock – HSG Eider Harde 28:24 (12:13)
Eider Harde:
Warnecke, Ehlers – B. Clausen (2), Kiehn, Rohwer (3), Mumm (12/3), Fröhlich, M. Clausen, Kock (4), Bartsch, Feige (3), Ahrends.


Spiele der Hauptgruppe C

HSG Eider Harde – SG NARVA Berlin 25:17 (9:11)

Eider Harde: Warnecke, Ehlers – B. Clausen (1), Kiehn (2), Rohwer (4/2), Mumm (5/2), Fröhlich (6), M. Clausen (2), Kock (1), Bartsch (1), Feige (2), Ahrends (1).

LHC Cottbus – HSG Eider Harde 18:21 (10:10)
Eider Harde:
Warnecke, Ehlers – B. Clausen (1), Kiehn (1), Rohwer (4/1), Mumm (4/1), Fröhlich (6), M. Clausen, Kock (2), Bartsch (2/2), Feige (2), Ahrends.

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