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Treffen in Rendsburg : Wiedersehen mit Star aus „Titanic“

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Schauspieler Eric Braeden besucht Rendsburg. Der gebürtige Bredenkeber nimmt an einem RTSV-Meistertreffen im kommenden Jahr teil.

shz.de von
erstellt am 13.Sep.2017 | 10:59 Uhr

Was haben der Walk of Fame in Hollywood und die Laufbahn im Mainzer Universitäts-Stadion gemeinsam? Erst einmal nichts. Wer jedoch tief in die Geschichtsbücher des deutschen Sports eintaucht, entdeckt eine Verbindung, die mit einem prominenten Namen zusammenhängt: Eric Braeden.

Rückblende. Mainzer Universitäts-Stadion, 27. und 28. September 1958: Die männliche Jugend A des Rendsburger TSV gewinnt die Deutsche Jugendmannschafts-Meisterschaft. Trainer der 17- bis 18-Jährigen ist Erich Rackow. Der RTSV setzt sich gegen die sportlichen Großmächte wie Rot-Weiß Oberhausen, Post-Sportverein München und den Hamburger Sportverein mit 22  842 Punkten durch. Eine Sensation. Der „Dorfverein“, so bezeichnen die Aktiven des Hamburger SV die Schleswig-Holsteiner nicht frei von Arroganz, ist in Deutschland plötzlich die Nummer Eins und holt den damals heiß begehrten Titel an den Kanal. Und mittendrin Hans-Jörg Gudegast – ein Mann, der später unter dem Künstlernamen Eric Braeden in der Filmwelt zu einer Berühmtheit werden wird.

60 Jahre nach dem Coup von Mainz möchte der damalige Mannschaftskapitän Prof. Klaus Willimczik das denkwürdige Wochenende wieder aufleben lassen. In der dritten Septemberwoche des kommenden Jahres plant er ein Wiedersehen. Nach 1959 und 1983 wäre es bereits das dritte Treffen. Und anders als bei Nummer eins und zwei hat Eric Braeden dieses Mal zugesagt. Der heute 76-jährige Weltstar aus Filmen wie „Titanic“ und der US-Seifenoper „Schatten der Leidenschaft“ will unbedingt dabei sein, wenn die Recken von damals in Rendsburg Erinnerungen und Anekdoten austauschen. 1959 hatte sich die Mannschaft im Rahmen der Sportlerehrung in das Goldene Buch der Stadt Rendsburg eingetragen. „Das wollen wir uns nochmal anschauen“, sagt Willimczik, der heute im hessischen Mühltal lebt. Im Rendsburger Rathaus habe man auf eine entsprechende Anfrage positiv reagiert. Bürgermeister Pierre Gilgenast freut sich schon auf den meisterlichen Besuch in rund einem Jahr: „Es ist großartig, dass die erfolgreichen Athleten von damals ihrem damaligen Eintrag so eine große Bedeutung beimessen. Dem kommen wir gerne nach.“

Eric Braeden, der aus Bredenbek stammt und seinen bürgerlichen Namen 1969 ablegte, um die Hauptrolle in dem Science-Fiction-Klassiker „Colossus“ zu bekommen, trug durch seine Leistungen im Diskus-, Speerwurf und Kugelstoßen zum Sieg bei. Braeden, seit 1998 Ehrenbürger seiner Heimatgemeinde, wanderte 1959 in die USA aus und legte dort eine atemberaubende Film- und Fernsehkarriere hin. Vergessen hat er seine heimatlichen und sportlichen Wurzeln jedoch nie. Das betont Eric Braeden, der vor zehn Jahren in Hollywood den 2342. Stern auf dem „Walk of Fame“ erhielt, immer wieder in den Homestorys des amerikanischen Fernsehens.

Und es wird auch aus seiner Biografie deutlich. Sie erschien im Februar und steht in den USA hoch im Kurs. Sport habe in seinem Leben eine große Rolle gespielt, heißt es dort. „Er war meine Rettung“, bekennt Braeden. Durch den Sport lerne man Respekt für andere und deren Leistung. Wobei es immer einen Stärkeren und Besseren geben könne. „Ich freue mich riesig auf ein Wiedersehen mit den ehemaligen Kameraden, zumal ich 1959 und 1983 nicht dabei war“, antwortet der bodenständige US-Star auf Anfrage der Landeszeitung.

Klaus Willimczik bereitet unterdessen mit Hochdruck das Meistertreffen vor. Er möchte den Kreis der Zeitzeugen erweitern und bittet Athleten der 50er- und 60er-Jahre, sich an ihn zu wenden. Mail: klaus.willimczik@t-online.de.

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