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Wieder Rind auf der Bahnstrecke: Anzeige gegen den Landwirt

vom

shz.de von
erstellt am 22.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Schülldorf | Erneut kam es am Sonntagnachmittag auf der Bahnstrecke Kiel - Rendsburg zu einem Unfall mit einem Rind. Das Tier hatte sich auf die Gleise verirrt und war in Schülldorf von einem Zug erfasst worden. Der Triebfahrzeugführer der Regionalbahn aus Kiel habe sofort eine Schnellbremsung eingeleitet, als er das Rind auf der Strecke bemerkte, die Kollision jedoch nicht verhindern können. Laut Polizeibericht wurden durch die Schnellbremsung keine Reisenden verletzt. Das Tier verendete jedoch. Der Zug blieb fahrbereit, es wurde lediglich der Schienenräumer verbogen. Die Bahnstrecke musste zwischen Felde und Osterrönfeld für gut eine Stunde gesperrt werden. Zwei Züge verspäteten sich dadurch. Der Tierhalter wurde durch die Bundespolizei ermittelt, ein Strafverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet.

Nach Mitteilung der Polizei gab es in den letzten 16 Tagen vier Einsätze mit Tieren, die sich auf Bahngleisen befanden. Bei jedem Einzelfall prüft die Bundespolizei, ob der Weideviehhalter seiner Sorgfaltspflicht auf vorschriftsmäßig gesicherte Einfriedungen nachgekommen ist. Bei einer Kollision mit einem Tier oder einer Schnellbremsung, kann es zu strafrechtlichen Konsequenzen kommen. Darüber hinaus können dem Tierhalter auch Zugausfälle oder Verletzungen von Bahnreisenden, verursacht durch die Schnellbremsung, in Rechnung gestellt werden.

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