Rendsburg : Wieder Hoffnung für insolvente Buchhandlung Reichel

Bei der Buchhandlung Reichel, die sich seit Ende Oktober in der Insolvenz befindet, gibt es positive Entwicklungen.

shz.de von
15. Januar 2015, 10:13 Uhr

Sie gibt in diesen Tagen ein beklemmendes Bild ab: Bei der Buchhandlung Reichel, die sich seit Ende Oktober in der Insolvenz befindet, hat sich das Warenangebot stark verringert. Der Bestand wirkt ausgedünnt, in den Regalen ist viel freier Raum, der Schrank mit den Taschenbuch-Neuerscheinungen steht sogar leer – ein Indiz, dass kaum noch neuer Lesestoff angeliefert wird. Die meiste Zeit sind nur zwei Mitarbeiter in dem 500 Quadratmeter großen Geschäft zu sehen. Wie geht es also weiter mit der am 1. Dezember 1909 gegründeten Buchhandlung?

Geht es überhaupt weiter? Das Insolvenzverfahren über das Vermögen des bisherigen Inhabers wurde am 1. Januar eröffnet, über Forderungen etwaiger Gläubiger soll am 11. März im Amtsgericht Neumünster entschieden werden. Der Reichel-Chef darf zur laufenden Entwicklung keine Auskünfte mehr geben – das Wort hat jetzt Insolvenzverwalter Hendrik Gittermann. Und der wollte auf Anfrage der Landeszeitung keine Angaben zur Situation und Zukunft des Traditionsgeschäftes machen. Der Hamburger Anwalt kündigte jedoch „positive Nachrichten“ an. Weiteres werde man voraussichtlich in der kommenden Woche bekanntgeben.

Auch ein langjähriger Reichel-Mitarbeiter bat um Wohlwollen und Geduld: „Es passieren positive Dinge.“ Mehr dürfe er nicht sagen. Er bestätigte, dass „derzeit nicht mehr jede Neuerscheinung im Regal liegt“, Bestellungen seien allerdings nach wie vor möglich. Das Reichel-Team wolle allen Kunden weiter den gewohnten Service bieten.

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