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Sanierung fast beendet : Wieder freie Fahrt für Schulbusse

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Sanierung des 5,3 Kilometer langen Erfder Damms ist nahezu abgeschlossen. Schon ab morgen soll der Verkehr rollen. Seit 2007 wurden insgesamt 19 Millionen Euro verbaut.

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erstellt am 19.Okt.2013 | 12:00 Uhr

Mit dem Ende der Herbstferien können am Montag wieder die Schulbusse über den Erfder Damm im Zuge der B 202 rollen. „Das war auch unser Ziel“, wie Karl-Heinz Roos, Niederlassungsleiter des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr in Flensburg sagt. Zwar werde es noch zu Beeinträchtigungen durch Bauarbeiten kommen, doch generell werde der Abschnitt im Laufe des morgigen Sonntags wieder für den Verkehr freigegeben.

Die Sanierung des rund 5,3 Kilometer langen Teilstücks zwischen den beiden Ortschaften verschlang 19 Millionen Euro, von denen quasi elf Millionen im Untergrund versenkt worden sind. Denn eingeteilt in zwei Bauabschnitte, wird der Erfder Damm bereits seit dem Jahr 2007 saniert. Die im Volksmund nur als Buckelpiste bekannte Strecke, führt durch mooriges Gelände. Unter der Fahrbahn gab der Boden im Laufe der Jahre immer mehr nach, so dass sich die Bundesstraße dem Verkehrsteilnehmer als Berg- und Talbahn präsentierte.

Die ersten Arbeiten begannen mit der Entwässerung rund um den Fahrbahndamm, denn anschließend wurde auf dem 8,3 Millionen Euro teuren Teilstück der Boden komplett ausgehoben. In dieses Loch kam eine Folie und darauf eine dicke Schicht Hartschaumblöcke (Styropor). Auf dieses leichte Material folgte dann Sand und schließlich die „normale“ Fahrbahn. Der Vorteil dieser Technik: Der Hartschaum gleicht die Bodenbewegungen leichter aus. Zudem wurde die gesamte Straße wesentlich leichter, so dass nicht mehr ein so großes Gewicht auf den weichen Boden drückt. Die Hoffnung der Ingenieure, die Fahrbahn soll sich nicht mehr so schnell absenken.

Für den zweiten Bauabschnitt, der 10,7 Millionen Euro verschlang, wurde ein ganz neuartiges Vakuum-Verfahren gewählt. Dabei wird quasi der Straßenunterbau in eine Folie eingeschlossen, und das Wasser abgepumpt. Der Untergrund wird also verdichtet. Auf diese Schicht kommt dann Sand. Ein großer Vorteil, der Bodenaushub muss nicht wie bei der Hartschaum-Methode abtransportiert werden, zudem wird wesentlich weniger Sand benötigt. Ein weiterer Vorteil, diese Baumethode ist auch noch rund 30 Prozent günstiger. Für dieses Verfahren wurde die Arbeitsgemeinschaft Erfder Damm, zwei Bauunternehmen aus Schleswig-Holstein und Niedersachsen, mit dem Deutschen Ingenieurpreis Straße und Verkehr ausgezeichnet.

Auch wenn der Verkehr auf dem Teilstück der B 202, dem Erfder Damm, nach jahrelanger Sanierung und mehrfacher kompletter Sperrung für den Berufsverkehr ab Montag wieder zur Verfügung steht, wird es wohl noch bis Ende November, wie Niederlassungsleiter Roos sagt, immer wieder zu leichten Beeinträchtigungen kommen. „Unter fließendem Verkehr sind noch Restarbeiten wie das Rekultivieren der alten Fahrbahnflächen, das Herstellen der Seitenstreifen und Entwässerungsanlagen, das Aufstellen von Schutz- und Leiteinrichtungen sowie das Aufbringen der Fahrbahnmarkierung vorzunehmen.“ Wobei Roos unterstreicht, dass die Markierungsarbeiten nur vorgenommen werden können, wenn das Wetter mitspielt.

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