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Handball, 3. Liga : Wie setzt der Trainer die Motivationsspritze?

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Handballerinnen der HSG Kropp-Tetenhusen haben mit dem MTV Altlandsberg noch eine Rechnung offen.

Selten hat man als Sportler das Gefühl, dass Anfang Februar die Saison eigentlich schon gelaufen ist. Die Spielerinnen der HSG Kropp-Tetenhusen dürften zumindest unterbewusst so empfinden. Nach dem deutlichen Derbysieg zuletzt gegen den TSV Owschlag und der anschließenden sportlichen Heirat mit dem einstigen Lokalrivalen sind die Weichen für die neue Spielzeit in der 3. Liga bereits gestellt – obwohl noch neun Partien zu absolvieren sind. Wie setzt Trainer Thomas Carstensen jetzt die Motivationsspritze?

Der Gegner heute (19 Uhr, Erlengrundhalle) gibt dem Coach die Antwort. Mit dem MTV Altlandsberg hat die HSG noch eine Rechnung offen. Der MTV ist diejenige Mannschaft, die es in der Hinrunde als erstes Team überhaupt gepackt hat, der HSG eine Niederlage beizubringen. Ende November hatten die Kropperinnen in eigener Halle keine Chance gegen die Brandenburgerinnen. Ein Grund, weshalb die Vorzeichen heute trotz des Tabellenstands nicht so eindeutig sind, wie sie auf den ersten Blick erscheinen. Die HSG reist als Tabellen-Vierter zum abstiegsgefährdeten Zwölften. Carstensen weiß: „Der MTV spielt eine kompromisslose Abwehr. Sie stehen mit dem Rücken zur Wand. Das wird eine sehr schwere Aufgabe.“ Hinzu komme die lange Anfahrt, die seine Mannschaft aus den Beinen schütteln müsse. Trotz der Begleitumstände will Carstensen seinem Team die Favoritenrolle nicht absprechen. Die Ziele sind klar definiert: „Wir wollen unseren vierten Platz halten und vielleicht einen Rang nach oben klettern.“ Bis auf Janine Hansen sind alle Spielerinnen fit.

Bleibt nur noch eine Frage: Gibt es von Kropper Seite noch einen Kommentar zu den Aussagen von Owschlags Trainer Rainer Peetz, der sich nach der Zehn-Tore-Derby-Niederlage seiner Mannschaft gegen die HSG gegenüber der Landeszeitung wie folgt äußerte: „Ich fand es sensationell, wie wir Kropp vorgeführt haben, das war peinlich für den Favoriten.“ Carstensen will dazu nichts sagen. Klar dürfte aber sein, dass Peetz Carstensen nicht sympathischer geworden ist. In den sozialen Medien wollte die HSG Peetz' eigenwillige Spielanalyse dann aber doch nicht unwidersprochen lassen. Auf der Facebookseite der Spielgemeinschaft war unter anderem zu lesen: „Das letzte Derby wurde so freundschaftlich geführt, als sei man schon fusioniert. (…) Nur Owschlags Trainer Rainer Peetz holt mal wieder zum verbalen Tiefschlag aus, indem er unseren Zehn-Tore-Sieg als ’peinlich, bezeichnet – und zwar für uns. Ein Kommentar, der nicht nur uns, sondern auch seinen Spielerinnen gegenüber reichlich respektlos ist.“

Für die HSG ist das Thema damit erledigt. Auf Peetz werden die Kropperinnen in dieser Saison ohnehin nicht mehr treffen. In der kommenden Saison hat Peetz angekündigt, eine Auszeit zu nehmen.

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