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Wie man aus dem Taschengeld mehr herausholen kann

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

shz.de von
erstellt am 13.Jun.2016 | 18:30 Uhr

„Also, ich bekomme 15 Euro Taschengeld im Monat und eigentlich gebe ich davon fast nichts aus“, sagt Erik von der dänischen Ejderskolen-Gesamtschule in Rendsburg. Darüber freut sich auch Ralf-Joachim Götz, Chefvolkswirt der Deutschen Vermögensberatung (DVAG). Aus Frankfurt am Main, der Hauptstadt der Finanzen, ist er für einen Zisch-Workshop in der vergangenen Woche nach Rendsburg gekommen, um den Siebtklässlern das Thema „Sparen“ näher zu bringen.

Die Schüler hatten sich gut auf den Besuch des Experten vorbereitet und bohrten ihm mit ihren Fragen Löcher in den Bauch. „Was kann ich tun, um mein Taschengeld aufzubessern?“, „Warum soll ich eigentlich sparen und wer hilft mir dabei?“ Ralf-Joachim Götz hatte auf alle Fragen der Schüler Antworten parat. Seit vielen Jahren ist er in der Bankenwelt zu Hause. Sein Motto für die Schüler: „Spare dein Geld – dann bist du der Held“. Schnell zeigte sich bei seinem Besuch, dass das Thema auch junge Menschen beschäftigt. „Schließlich bekommt man ja fast nichts umsonst“, weiß Caspar. Doch was heißt Geld für die Kinder im Alter von elf bis 13 Jahren überhaupt? „Ich finde es gut, wenn man Geld hat. Aber das allein reicht bestimmt nicht aus um glücklich zu werden“, stellt Josi für sich fest. Der Volkswirt sprach auch die Idee vom vollkommen bargeldlosen Zahlungsverkehr an. „Das wäre für mich doof, denn dann wüsste ich nicht mehr genau, was ich am Schluss ausgegeben habe“, sagte Caspar. Auch Jerrit hielt nicht viel davon: „Wie soll man dann auf dem Flohmarkt bezahlen?“ Erik hingegen fand: „Das wäre gut, dann würden wir nicht mehr so viel Kleinigkeiten kaufen.“

Und wofür halten die jungen Leute ihr Geld zurück? „Ich spare auf meinen Führerschein“, sagte Niklas. „Und ich möchte irgendwann in eine eigene Wohnung ziehen“, so Josi. Zum richtigen Umgang mit Geld gehöre für ihn auch die Übersicht über das, was man hat, und ausgibt, erklärt Götz. „Ein gutes Hilfsmittel ist dabei die Führung eines Haushaltsbuches.“ Besonders warnte der Finanexperte vor den Schuldenfallen des Alltags. „Überlegt euch gut, bevor ihr Abos oder Verträge abschließt und tretet nicht in die Internetfalle oder verfallt in einen Shoppingrausch. Und seid vor allem vorsichtig mit fremden Geld“, ermahnte er die Siebtklässler. „Mit Schulden ist man immer abhängig.“ Einig war sich am Schluss die ganze Klasse Sieben der Ejderskolen: Wer jetzt anfängt, etwas beiseite zu legen, kann sich später damit auch große Wünsche erfüllen.


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