Nortorf : Wie kommt das Wasser in den Hahn?

Schattenspiele: Die angehenden Umweltschutztechniker sahen sich auch die Auffangbecken außerhalb der Trinkwasserproduktion an.
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Schattenspiele: Die angehenden Umweltschutztechniker sahen sich auch die Auffangbecken außerhalb der Trinkwasserproduktion an.

Fackundige Gäste besuchten das Nortorfer Wasserwerk. Die angehenden Umweltschutztechniker der Kieler Techniker Fachschule informierten sich über die Aufbereitung des nassen Elements.

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25. März 2014, 06:00 Uhr

Ebenso interessierte wie fachkundige Gäste besuchten in der vergangenen Woche das Nortorfer Wasserwerk: Acht angehende staatlich geprüfte Umweltschutztechniker der Kieler Techniker Fachschule wurden vom Stadtwerke-Abteilungsleiter für Gas, Wasser und Wärme Matthias von Schassen in der modernen Anlage herumgeführt und konnten dem ausgezeichneten Nortorfer Trinkwasser im wahrsten Sinne des Wortes auf den Grund schauen.

Schon in den 50-er Jahren wurde im heutigen Nortorfer Ortsteil Thienbüttel ein Wasserwerk durch die Stadtwerke errichtet. Dieses wurde 1990 durch die heutige moderne Anlage ersetzt, zeitgleich erschloss man in Bargstedt ein neues Wasserfördergebiet. Bevor die Nortorfer und die Menschen in den Umlandgemeinden Bargstedt, Borgdorf-Seedorf, Dätgen, Eisendorf, Gnutz, Oldenhütten und Warder das aus drei Brunnen geförderte Wasser aus dem Hahn zapfen können, wird es umfassend, aber dennoch ganz ohne chemische Zusätze in der Nortorfer Anlage aufbereitet. Matthias von Schassen erklärte: „Quarzkiesfilter befreien das Rohwasser von Eisen und Mangan. Belüftungs- und Entsäuerungsanlagen durchsetzen es im Gegenstromverfahren mit Luft, reichern es mit Sauerstoff an und entziehen ihm überschüssige Kohlensäure.“

Interessiert lauschten die angehenden Fachleute, die alle bereits eine Ausbildung zum staatlich geprüften Techniker zum Beispiel in den Bereichen Maschinenbau oder Elektrotechnik absolviert haben, den Ausführungen des Abteilungsleiters. Von Schassen erläuterte unter anderem, wie mit Hilfe zweier Vorratsbehälter von 1300 Kubikmetern auch in Spitzenverbrauchszeiten die Wasserversorgung in Nortorf und dem Umland garantiert wird, präsentierte die komplizierte Technik des Wasserwerks und gewährte Einblicke in die Zukunft der Nortorfer Wasserversorgung. Immer wieder wies er dabei auf die immense Bedeutung von Wasser als wichtigstes Lebensmittel hin, mit dem man als Produzent besonders sensibel umgehen müsse, und bei den angehenden Umweltschutztechnikern stieß er mit diesem Plädoyer auf offene Ohren.

Thomas Bruhn, der als Dozent die zukünftigen Fachkräfte bei ihrem Besuch in Nortorf begleitete, freute sich, ihnen das theoretische Wissen, das sie im Rahmen der halbjährlichen Zusatzausbildung zum Umweltschutztechniker erworben hatten, nun „live“ zeigen zu können. „Es macht die ganze Sache natürlich wesentlich anschaulicher, wenn man in der Realität sehen kann, was man bisher nur als Schaubild kannte – und dann noch in einer so modernen und schönen Anlage.“

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