Wie im Wilden Westen

Mit der Kutsche durch Bünzen: „ERNA“-Chef Jürgen Hirschbiegel (links), Bürgermeister Jochen Rehder, Olaf Buske auf dem Kutschbock, Michaela Buske und Naturschutzring-Chefin Petra Harms (rechts). Fotos: hans-Jürgen Kühl
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Mit der Kutsche durch Bünzen: „ERNA“-Chef Jürgen Hirschbiegel (links), Bürgermeister Jochen Rehder, Olaf Buske auf dem Kutschbock, Michaela Buske und Naturschutzring-Chefin Petra Harms (rechts). Fotos: hans-Jürgen Kühl

Cowboy-Flair beim „Tag der offenen Flur“ des Naturschutzrings Aukrug

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24. Juni 2018, 11:59 Uhr

Der „Tag der offenen Flur“ bei den Auerochsen hat seit 2002 seinen festen Platz im Terminkalender des Naturschutzrings Aukrug. Der Verein für „Extensive Robustrinderhaltung im Naturpark Aukrug“ (ERNA), der drei Heckrind-Weideflächen in Aukrug und eine in Fitzbek managt, ist ein Unterverein des Naturschutzrings. Der „Tag der offenen Flur“, der gestern an der Jungviehweide in Sichtweite des Aukruger Sportplatzes stattfand, stand erstmals unter dem Motto „Country und Western“.

Um das Motto mit Leben zu erfüllen, hatten die Veranstalter ein umfangreiches Rahmenprogramm auf die Beine gestellt. ERNA-Chef Jürgen Hirschbiegel und seine Mitstreiter von der „Aukrug Session Band“ präsentierten im Cowboy-Outfit Hits von den Eagles, Johnny Cash und Neil Young. Den im „Wilden Westen“ sehr angesagten Line-Dance führten die „Oak Tree Dancers“ aus Poyenberg vor.

Die Besucher konnten sich am Bogenschießen mit den Experten von der Kyffhäuserkameradschaft Osterstedt versuchen, Hufeisen werfen, am Lagerfeuer Stockbrot backen oder sich mit Pferd und Wagen durch Bünzen kutschieren lassen. Auch zwei Exkursionen gehörten zum Programm: Hohenwestedts Museumsvereins-Chefin Monika Rockenbach-Freitag gab Erläuterungen zur frühmittelalterlichen Bünzer Burg, und Naturschutzring-Geschäftsführer Niklas Zander führte die Gäste über den Teil der Auerochsen-Weidefläche, dessen Erscheinungsbild sich noch in diesem Jahr ganz erheblich ändern wird, weil der Kapel lenbach zwischen Angelteich und Bünzau auf 200 Metern Länge entrohrt werden soll.

Die Auerochsen verlegten ihre landschaftspflegerischen Weideaktivitäten beim „Tag der offenen Flur“ wie gewohnt ans vom Aktionstagstrubel am weitesten entfernte Areal ihrer Fläche. Seit vier Jahren sorgen die Heckrinder in diesem Bereich für eine vorbildliche extensive Beweidung. „Dadurch können hier nun auch Pflanzen wie Blutweiderich und Mädesüß gedeihen, die bei Nichtnutzung keine Entwicklungschancen hätten“, erklärte Zander, „und vom Kurzhalten der Vegetation profitieren die Stare, Bachstelzen und Grünspechte, die hier nun leichter ihre Insektennahrung finden.“

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