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Gewitter in SH : Wetter-Chaos: Schwerverletzte nach Unfall auf A7

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Gewitter über SH: In der Nacht ereignete sich auf einem vereisten Abschnitt auf der A7 ein schwerer Unfall. Die stärksten Regenfälle gab es in Rendsburg.

Ein heftiges Frühlingsgewitter mit Hagel, Blitz und Donner beschäftigt in Schleswig-Holstein seit Donnerstagabend Feuerwehr und Polizei. In der Nacht kam es auf der Autobahn 7 zwischen den Anschlussstellen Büdelsdorf und Owschlag in Richtung Norden nahe Rendsburg zu einer Karambolage – ausgelöst durch Hagel. „Auf der vereisten Fahrbahn sind insgesamt neun Fahrzeuge ineinander gekracht, darunter auch ein Sattelzug“, sagte ein Sprecher der Polizei in Kiel. Vier Menschen wurden teils schwer verletzt. „Kurz vorher war die Straße noch nass – und plötzlich fuhren wir dann in einen regelrechten Hagelteppich“, schildert ein Autoinsasse die Situation. Die Fahrzeuge gerieten auf der spiegelglatten Autobahn ins Rutschen.
Während viele Autos nur leicht miteinander oder mit den Leitplanken kollidierten, erwischte es einen Mercedes-Geländewagen besonders schwer. Dessen 76-jähriger Fahrer geriet ebenfalls ins Schleudern und prallte in einen Sattelzug mit nach hinten überstehender Ladung. Durch die Wucht des Aufpralls wurde das Fahrzeug nahezu vollständig zerstört und die Beifahrerin im Fahrzeug eingeklemmt. Die 75-Jährige musste von der Feuerwehr Büdelsdorf aus den Trümmern des Wagens befreit werden und wurde anschließend mit lebensbedrohlichen Verletzungen in eine Klinik eingeliefert. Weitere drei Autofahrer wurden bei dem Unfall ebenfalls verletzt. Nach dem Unfall sperrte die Polizei die Autobahn in Richtung Norden voll und leitete den Verkehr um. Die Vollsperrung dauerte bis in die frühen Morgenstunden an.
Feuerwehr-Einsatzleiter Burkhard Wardin sagte zur Wettersituation: „So etwas habe ich zu dieser Jahreszeit und dieser Intensität in unseren Breitengraden noch nie erlebt“.
Die stärksten Regenfälle im Norden gingen in Rendsburg nieder. Der Deutsche Wetterdienst registrierte einen Niederschlag von 62 Liter Wasser pro Quadratmeter. Der Kanaltunnel wurde zwischen Mitternacht und 1.45 Uhr voll gesperrt. Die Pumpen (Leistung: 33 Liter pro Sekunde) konnten die einlaufenden Wassermassen nicht mehr bewältigen. Der Starkregen überflutete rund um Rendsburg zahlreiche Keller, so dass die Feuerwehr dort bis zum Freitagmorgen mehr als 200 mal ausrücken musste, sagte ein Feuerwehrsprecher.
Am Freitagmorgen beschäftigte die Feuerwehr im Kreis Rendsburg-Eckernförde ein abgerutschter Erdwall auf der Kreisstraße 86 bei Brekendorf. Auf einer Länge von etwa einem Kilometer sammelte sich teilweise 50 Zentimeter hoher Schlamm, der Autofahrern das Weiterfahren unmöglich machte.

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