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1. Basketball-Regionalliga : Wette verloren, Heimspiel gewonnen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

In der 1. Basketball-Regionalliga feierte der BBC Rendsburg mit dem 92:84 gegen den VfL Stade einen extrem wichtigen Heimsieg. Das Team von Trainer Bjarne Homfeldt hat jetzt vier Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz.

Die Korbjäger des BBC Rendsburg haben sich selbst beschenkt. Zum zehnjährigen Vereinsgeburtstag feierten die Twisters in der 1. Basketball-Regionalliga mit dem 92:84 (25:16/40:44/72:67)-Heimsieg gegen den VfL Stade einen extrem wichtigen Erfolg im Kampf um den Klassenverbleib. Das Polster auf die Abstiegsränge ist auf vier Punkte angewachsen.

In Anlehnung an die so genannten „Silent Night“ im College Basketball pilgerte rund ein Viertel der 321 Zuschauer verkleidet in die Herderschule, um dann beim zehnten Punkt der Heimmannschaft völlig auszurasten. Beim 9:9 nahm sich der in der ersten Halbzeit überragende Terence Billups ein Herz und versenkte den Ball aus mehr als 6,75 Metern. Ein Sturm der Begeisterung nach diesem Dreier fegte von der Tribüne aufs Spielfeld. Beflügelt von dieser Gänsehaut-Atmosphäre punktete der Litauer Gediminas Butkus („unglaublich diese Zuschauer“) in zwei Schnellangriffen zum 18:11. Die Herderhalle bebte, Stade drohte spätestens beim 38:27 den Anschluss gegen entfesselt spielende Rendsburger zu verlieren.

Doch die Niedersachsen waren nicht als nette Geburtstagsgäste zum Gratulieren an den Kanal gereist und nutzten eine Schwächephase der Twisters mit einem beachtlichen 17:0-Lauf innerhalb von vier Minuten. Plötzlich lag der VfL mit 44:38 vorn, die Stimmung am Tiefpunkt. Als Grund nannte Christopher Geist das „Umstellen auf eine Zonenverteidigung“. Kapitän Morris Brodersen ergänzte: „Wir haben in dieser Phase einfach schlecht gespielt.“ Nachdem aus einem 40:44-Pausenstand ein 42:55 wurde, drohte den Twisters die 13. Saisonpleite. Doch Jarno Ruppert mit fünf Punkten in Folge und Butkus ließen den Rückstand auf sechs Zähler schrumpfen. „Viele Offensiv-Rebounds und deutlich weniger Ballverluste als Stade“, ließen nach Aussage von BBC-Coach Bjarne Homfeldt das Pendel zugunsten der abstiegsbedrohten Hausherren ausschlagen. Mit einem sehenswerten Billups-Dunking zum 62:62 (27.), der die Fans einmal mehr von den Sitzen riss, waren die Rendsburger wieder auf Augenhöhe. In der Schlussphase zogen die Homfeldt-Schützlinge bis auf 79:70 davon und ließen sich auch von den finalen Dreiern des US-Amerikaners Karl Finley und Mubarak Salami nicht beirren. Der VfL verkürzte zwar von 75:85 auf 81:86, doch der BBC blieb cool. „Ausschlaggebend für den Sieg war die Intensität. Wir haben als Team gefightet“, hob Center Geist hervor, der sich sicher ist in puncto Klassenerhalt: „Wenn wir immer so spielen, schaffen wir das.“ Der herausragende Billups (28 Punkte) sieht seine tolle Form einhergehend mit der Verpflichtung von Rhythmusgeber Butkus: „Seit Gediminas hier ist, blühe ich auf. Endlich kann ich mich auf mein Spiel konzentrieren.“

Die Wette mit dem Kreispräsidenten Lutz Clefsen, dass mindestens 222 Zuschauer in Verkleidung kommen, haben die Twisters verloren und werden nun einen Tag bei einer Aktion des Kreispräsidenten aktiv werden. BBC-Vorsitzende Antje Mevius wertete die Aktion dennoch als Stimmungserfolg: „Die Fans waren mehr als der sechste Mann auf dem Feld.“ Mit „Wette verloren, Spiel gewonnen“ konnten die Twisters letztlich prächtig leben.

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