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Landeszeitung

14. Dezember 2017 | 07:36 Uhr

Wettbewerb zwischen den Regionen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Aktiv-Region Mittelholstein: Startschuss für die neue Förderperiode / Nortorf plant Projekte / Rund drei Millionen Euro stehen zur Verfügung

shz.de von
erstellt am 05.Mai.2014 | 11:06 Uhr

Der Umzug des Museums in ein größeres Gebäude, ein Generations-Treffpunkt in Oldenhütten oder der Umbau der Hugo-Syring-Schule zu einem Haus für Vereine und Verbände – das sind nur einige Projekte, die mit Hilfe von Fördergeldern verwirklicht werden könnten. Die neue Förderperiode des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) steht in den Startlöchern und die Aktiv-Region Mittelholstein, zu der die Bürger und Gemeinden der Ämter Achterwehr, Bordesholm, Flintbek, Mittelholstein, Molfsee, Nortorf sowie der Gemeinden Kronshagen und Wasbek gehören, möchte sich auch für den Förderzeitraum von 2015 bis 2020 um Mittel aus diesem Programm bewerben. Dafür muss eine sogenannte integrierte Entwicklungsstrategie (IES) eingereicht werden. Die Gemeinden des Amtes Nortorfer Land wurden deshalb in der vergangenen Woche kontaktiert.

„Dabei ging es hauptsächlich darum, sich einen Überblick zu verschaffen, welche Gemeinde was plant“, erklärt Brigitte Oeltzen, Vertreterin des Amtes und schriftführend im Vorstand der Aktiv-Region. Die Bürgermeister haben zudem die Aufgabe, die Bürger zu einer Teilnahme zu bewegen. „Es wäre toll, wenn sich eine breite Masse dafür interessiert und nicht immer nur die gleichen Leute mitmachen“, betont Oeltzen, „es tut gut, wenn auch der ein oder andere Neue sich beteiligt, der ein wenig quer denkt.“ Zudem sei die Aktiv-Region daran interessiert, dass „das eine Entscheidung von unten ist“, so Oeltzen „und wenn keine Beteiligung seitens der Bürger da ist, kann es auch keine Entscheidung von unten sein.“ Auch Jürgen Barth, Vorsitzender der Aktiv-Region Mittelholstein hofft auf große Resonanz: „Vereine und Verbände wurden angeschrieben und jeder wurde aufgefordert Leute zu akquirieren.“

Während einige Gemeinden im Amt Nortorfer Land in den kommenden Jahren keine Projekte angehen wollen, sieht das in Nortorf ganz anders aus. Stadtbücherei, Museum und Hugo-Syring-Schule sind nur einige der Problemkinder, die mit Fördermitteln gelöst werden könnten. Werbung für den Auftakt-Workshop am 17. Mai wurde jedoch nicht betrieben. „Es fahren von uns welche hin. Viel mehr weiß ich auch nicht“, sagte Bürgermeister Horst Krebs. Die Werbetrommel hätte man nur während der öffentlichen Sitzungen rühren können, „aber da sitzen ja im Schnitt leider nicht mehr als drei Leute.“

Mit der Auftaktveranstaltung zum IES-Prozess am Sonnabend, 17. Mai, in Bordesholm beginne die „heiße“ Phase der Strategieerstellung. „Dabei geht es erst einmal darum, Schwerpunkte zu setzen “, betont Barth. Konkrete Projekte stünden noch nicht im Vordergrund. Im Juni sollen die ersten Ergebnisse im Rahmen einer Regionalkonferenz in Nortorf präsentiert werden. Im September müssen die Konzepte eingereicht werden. Rund drei Millionen Euro Fördergelder stehen zur Verfügung. Wer wie viel von diesem Pott abkriegt, das entscheidet sich im Wettbewerb zwischen den Regionen.


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