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Feuer bei Fräter in Rendsburg : Werkhalle liegt in Schutt und Asche

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Polizei schätzt den Schaden durch das Großfeuer im Autohaus Fräter in Rendsburg auf eine Million Euro. Die Brandursache ist noch immer unklar. Die rund 30 Mitarbeiter werden zum Teil auf andere Standorte verteilt.

shz.de von
erstellt am 05.Feb.2014 | 19:27 Uhr

Rendsburg | Noch immer liegt Brandgeruch in der Luft, Schaumfetzen wehen auf parkende Autos an der Alten Kieler Landstraße, rot-weißes Flatterband umgibt das Gelände: Das Großfeuer im Autohaus Fräter an der Kollunder Straße hat deutliche Spuren hinterlassen – spürbar und sichtbar. Das ganze Ausmaß der Verwüstung war erst gestern zu erkennen. Das Feuer war am Dienstag gegen 16.30 Uhr vermutlich in einer Lager- und Werkhalle des Autohauses ausgebrochen (wir berichteten).

Zur Brandursache konnte die Polizei auch am Tag danach keine Angaben machen. Sprecher Rainer Wetzel erklärte: „Der Brandort wurde beschlagnahmt. Es wurden bereits erste Gespräche geführt und Untersuchungen gemacht. Zudem werden wir einen Brandsachverständigen vom Landeskriminalamt hinzuziehen.“ Den Sachschaden schätzte Wetzel auf rund eine Million Euro. Unter anderem brannten drei Kundenfahrzeuge aus.

Am Tag nach dem verheerenden Feuer richteten die Fräter-Geschäftsführer Thomas Stabe und Hauke Kohrt den Blick nach vorn. „Die rund 30 Mitarbeiter behalten natürlich alle ihren Job, manche werden vorerst aber auf unsere anderen Standorte verteilt“, sagte Kohrt. Der Verkauf an der Kollunder Straße soll weitergehen. Für den Werkstattbetrieb hat Stabe zwei mögliche Lösungen im Sinn: „Wir versuchen hier in der Nähe etwas anzumieten oder errichten ein Provisorium – eine Art Zelt, in das fahrbare Hebebühnen kommen.“ Kunden, die kürzlich ein Auto bestellt oder schon bezahlt haben, sollen sich keine Sorgen machen. Stabe: „Es geht alles seinen Gang, obwohl es kleine Verzögerungen geben kann.“

Für den Verkauf ist bei Fräter unter anderem Lars Petersen zuständig. Er erzählte, während er ein loses Flatterband festmachte, von den dramatischen Momenten. „Wir haben die Autos rausgebracht und dann sogar noch die Kfz-Briefe gesichert.“ Erst im Nachhinein, als er am späten Abend zu Hause war, sei ihm bewusst geworden, wie gefährlich das gewesen war. „Ich habe keine Minute geschlafen.“

Betroffen von dem Brand ist nicht nur Fräter, sondern auch der direkt benachbarte Friseursalon „Mata Haari“. Sarah Hebbeln schloss gestern die Eingangstür ab. „Wir sind ohne Wasser, Strom und Heizung“, sagte die Junior-Chefin, die auf dem heimischen Sofa per Telefon von dem Brand erfuhr. Sie und ihre Mutter Kornelia Wölm hoffen, dass sie Mitte nächster Woche wieder öffnen können. „Während des Brandes mussten einige mit halbfertigen Frisuren und nassen Haaren auf die Straße“, berichtete Hebbeln.

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