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Handball - 3. Liga : Werbung in eigener Sache

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Frauen des TSV Owschlag beeindrucken beim 34:27-Sieg über den Berliner TSC.

Nach mehr als zwei Monaten und drei unglücklichen Heimniederlagen gegen Spitzenteams der 3. Liga haben die Handballerinnen des TSV Owschlag endlich mal wieder ein Spiel in den eigenen vier Wänden gewonnen. Die Gäste vom abstiegsbedrohten Berliner TSC hatten gegen die Spielfreude der Gastgeberinnen nichts entgegenzusetzen. Letztendlich leuchtete ein souveräner 34:27 (17:13)-Sieg auf der Anzeigetafel.

In einer gut gefüllten Owschlager Sporthalle zeigte der TSV insbesondere von der 20. bis zur 50 Minute Handball vom Feinsten. Aus einem 10:11-Rückstand machte der Favorit eine 28:19-Führung. „Das war wirklich Werbung in eigener Sache“, jubilierte ein rundum zufriedener Trainer Rainer Peetz, der explizit die Leistung des zusammengewürfelten Schiedsrichtergespanns Roux/Schweier lobte: „Sie haben das erste Mal gemeinsam gepfiffen. Das war richtig gut.“

Der TSV beißt sich auf Platz fünf fest. Noch zwei Zähler fehlen zum Etappenziel 20 Punkte. Im Schatten des uneinholbar erscheinenden Spitzenquartetts Travemünde, Frankfurt/Oder, Leipzig und Buxtehude hätten die Owschlagerinnen sicher nichts gegen den inoffziellen Titel „Best of the rest“ einzuwenden. Peetz verrät: „Platz fünf ist unser erklärtes Ziel. Für uns würde sich das wie Platz eins oder zwei anfühlen.“ Der Trainer denkt angesichts der Verletzungssorgen, die sein Team vor allem in der Hinrunde plagten, aber lieber von Woche zu Woche. Er weiß nur zu gut, wie schnell Ausfälle ein Team durcheinander wirbeln können.

Gegen den Berliner TSC trat der TSV mit drei Torhüterinnen und zehn Feldspielerinnen an, von denen einige hervorstachen. Allen voran Kira Meenke, die Peetz in der 20. Minute ins kalte Wasser schubste. Sie machte im bis dato problembehafteten Abwehrzentrum neben Greta Stolley eine sehr gute Figur. Auch Svenja Zadow und Jenny Behrend auf den Halbposition in der Deckung überzeugten ihren Coach. „Jenny zeigt in der Abwehr langsam das, was in der 3. Liga von ihr verlangt wird“, freute sich Rainer Peetz. Als dann auch noch Franziska Peters in der zweiten Halbzeit den Turbo zündete, nahm der Heimsieg Formen an. Erwähnenswert war zudem die Vorstellung von Ines Gümmer, die ihren Hilfseinsatz nach zwei Spielen wieder beendet hat. Peetz: „Vielen Dank dafür. Ines hat zwei sehr gute Spiele abgeliefert.“

Der Coach konnte es nach dem Seitenwechsel relativ entspannt angehen lassen. Er wechselte viel durch, brachte in den letzten zehn Minuten Neuzugang Hannah Meenke, Kiras ältere Schwester. Sie führte sich prima ein, wurde zweimal auf Linksaußen blank gespielt und durfte einen Siebenmeter werfen. Zu viel Euphorie ist Peetz jedoch unheimlich. Er tritt in solchen Fällen gerne mal auf die Bremse: „Am Sonnabend war Träumen erlaubt, am nächsten Tag muss dann wieder gearbeitet werden. Das müssen die jungen Spielerinnen verinnerlichen.“

TSV Owschlag: Fasold, Becker, Wichelmann – Stolley (8/3), Zadow (5), Ewert (4), Peters (9), Küppers, Sievert (2), Behrend , K. Meenke (1), Gümmer (2), H. Meenke (3/1).

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