Wechsel in Rendsburg : Wer wird nächster Stadtpräsident?

Altes Rathaus in Rendsburg. Hier tagt die Ratsversammlung unter Leitung der Stadtpräsidentin.
Altes Rathaus in Rendsburg. Hier tagt die Ratsversammlung unter Leitung der Stadtpräsidentin.

Jochen von Allwörden ist ein heißer Kandidat. Die SPD will zurück zum „Bürgervorsteher“.

shz.de von
03. Februar 2018, 08:00 Uhr

Ohne dieses Amt geht in Rendsburg wenig: Karin Wiemer-Hinz hat ein strammes Programm zu bewältigen. Die Stadtpräsidentin leitet nicht nur alle Ratsversammlungen im Alten Rathaus (Foto) und bereitet sie akribisch vor. Sie vertritt Rendsburg auch bei öffentlichen Anlässen. Nicht nur hier, sondern auch im Ausland, bei Besuchen in den Partnerstädten zum Beispiel.

Im Mai scheidet die 59-Jährige aus. Karin Wiemer-Hinz zieht sich aus der Politik zurück (wir berichteten). Für die erste Frau im höchsten städtischen Ehrenamt muss eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger her. Konkret stellt sich diese Frage zwar erst im Mai, wenn sich die neue Ratsversammlung konstituiert. Aus ihrer Mitte wird der Stadtpräsident gewählt. Doch schon jetzt wird diskutiert, wer für das hohe Amt geeignet wäre. Die stärkste politische Kraft hat in der konstituierenden Sitzung das Vorschlagsrecht. Also entweder CDU oder SPD – alles andere wäre eine Sensation. Im Lager der Sozialdemokraten war die Personalie laut Fraktionschef René Sartorius noch kein Thema. Er wollte sich zu Namen möglicher Anwärter noch nicht äußern. Von Insidern im Alten Rathaus ist zu hören, dass sich mindestens zwei Fraktionsmitglieder das ehrenvolle Amt zutrauen würden.

Auch in der CDU wurde noch nicht besprochen, wer in die Bütt geht, sollte man stärkste Fraktion werden. Trotzdem kursiert bereits ein altvertrauter Name: Jochen von Allwörden. Der Ex-Senator gilt für viele als heißer Kandidat, selbst beim politischen Gegner. Auf LZ-Anfrage sagte der 61-Jährige: „Wenn meine Fraktion es wollte, würde ich nicht Nein sagen.“ Die Frage komme aus seiner Sicht aber viel zu früh, betonte der Rückkehrer. „Ich muss ja erst einmal in der Ratsversammlung sein.“ Jochen von Allwörden steht auf Listenplatz 7 der CDU.

Sartorius kündigte an, seine Fraktion werde beantragen, das Amt wieder in Bürgervorsteher umbenennen zu lassen. So hieß es bis 2013. „Stadtpräsident“, findet der Genosse, „klingt sehr abgehoben“.

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