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Handball-Oberliga der Männer : Wer vergrößert die Abstiegsnöte des anderen?

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Es ist eine merkwürdige Situation vor dem Derby zwischen der HSG Hohn/Elsdorf und dem TSV Alt Duvenstedt heute Abend. Beide Teams müssen dringend gewinnen, aber beide wollen auch nicht, dass der andere im nächsten Jahr in der SH-Liga spielen muss.

Es ist eine merkwürdige Situation vor dem Derby in der Handball-Oberliga der Männer zwischen der HSG Hohn/Elsdorf und dem TSV Alt Duvenstedt heute Abend (20.30 Uhr, Werner-Kuhrt-Halle Hohn). Beide Teams müssen dringend gewinnen, um nicht noch mehr in Abstiegsbedrängnis zu geraten, aber beide wollen eigentlich auch nicht, dass der andere im nächsten Jahr in der Schleswig-Holstein-Liga spielen muss. „Deshalb wollten wir ja unbedingt aufsteigen, um die Derbys spielen zu können. Sie machen großen Spaß und tragen uns über die Saison. Ich wäre froh, wenn alle Teams der Region drin blieben“, sagt Alt Duvenstedts Trainer Thomas Carstensen. „Vor Duvenstedt würden mir erst mal einige andere Teams einfallen, die ich lieber absteigen sehen würde. Man gönnt das keiner Mannschaft aus der Nachbarschaft“, sagt Thies Schmalfeld, Coach der HSG Hohn/Elsdorf.

Soweit, so gut, aber für beide ist klar: Bevor man selbst absteigt, dann lieber die anderen, auch wenn das im nächsten Jahr ein Derby weniger bedeuten würde. „Im Grunde ist mir jede Mannschaft lieb, wenn wir es nicht sind“, stellt Schmalfeld deshalb fest, und Carstensen stimmt zu: „Ich hoffe darauf, dass Westerrönfeld und Hohn es schaffen, aber natürlich sind wir uns selbst die Nächsten. Es beginnt die Saison-Crunchtime und wir tun alles dafür, uns absetzen zu können.“

Während Hohn/Elsdorf das Wasser als Tabellenletzter bis zum Hals steht, sieht es für Alt Duvenstedt nicht viel besser aus. Carstensens Jungs haben nur einen Punkt mehr und sind momentan erster Nichtabsteiger. „Wenn es dumm läuft, stünden wir durch eine Niederlage ganz unten“, weiß der TSV-Trainer. Während er davon spricht, dass aufgrund der Ausfälle mehrerer Stammspieler (Normen Koch, Marian Palkus, Matti Voß, Tim Dau, Tim Frahm) die verbleibenden Führungsspieler wie Christian Eichstädt, Ruben Hagge und Sascha Schwarz „Topleistungen abrufen müssen“, möchte Schmalfeld diesmal davon gar nichts wissen. „Das Spiel ist richtungweisend, aber man darf im Vorfeld nicht immer so viel reden. Die Jungs sollen ihre Ruhe haben! Handball ist nur deren Hobby, die machen das schon. Es war ja von Anfang an klar, dass es um den Klassenerhalt gehen wird“, so der HSG-Trainer. Er kann auf den gesamten Kader zurückgreifen und hofft, eine gewisse Lockerheit im Team wiederentdecken zu können. „Wir müssen Handball spielen wie in der Hinrunde, dann können wir uns auch wie letzte Saison noch befreien. Wir haben noch fünf Heimspiele“, so Schmalfeld. „Es wird ein enges Spiel, ganz egal, wer von uns auf welchem Tabellenplatz steht“, glaubt Carstensen.

Weil die HSG Hohn/Elsdorf zum Saisonende ihren Spielbetrieb einstellen und als HSG Eider Harde weitermachen wird, haben sich die Verantwortlichen etwas Besonderes ausgedacht. Beim letzten Punktspiel am 12. April soll eine HSG-Allstar-Mannschaft präsentiert werden, der die besten Handballer der 23-jährigen HSG-Geschichte angehören sollen. Die sollen von den Zuschauern bei den Heimspielen gewählt werden. Es winkt ein Preis, der dann ausgelost wird.

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