Luftgewehrkugel entdeckt : Wer schoss auf Hündin Gissie?

Wurde beschossen: Hündin Gissie hat eine Kugel im Rücken. Foto: Masuch
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Wurde beschossen: Hündin Gissie hat eine Kugel im Rücken. Foto: Masuch

Pekinesen-Hündin Gissi aus Hohenwestedt leidet unter Gelenkproblemen. Beim Röntgen stellte der Tierarzt Arthrose fest - und entdeckte nebenbei auch eine Luftgewehrkugel im Rücken.

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13. Juni 2013, 11:43 Uhr

Hohenwestedt | Die Luftgewehrkugel saß nur wenige Millimeter über dem Rückgrat. Als Helma und Sönke Hebbel vor kurzem mit ihrer Hündin Gissie zum Röntgen in eine Tierklinik nach Wasbek fuhr, war ihr Schreck groß: Auf dem Röntgenbild war ganz klar ein Projektil zu erkennen, das im Körper des Pekinesenweibchens steckte.
Gissie ist mittlerweile 14 Jahre alt und leidet an Gelenkproblemen. Daher sollte sie in der tierärztlichen Klinik für Kleintiere von Dr. Johannes Frahm in Wasbek untersucht und geröntgt werden. "Nach einer halben Stunde kam Dr. Frahm zu uns und erzählte, dass er Arthrose festgestellt habe", berichtet Sönke Hebbel. "Außerdem fragte er uns, wo die Luftgewehrkugel in Gissies Rücken herkommt." Erst einmal geschockt von dieser Nachricht gab das Röntgenbild dem Hohenwestedter Ehepaar Aufschluss. Die Luftgewehrkugel ist auf der Aufnahme klar zu erkennen. Sie steckt unmittelbar über dem Rückgrat, dort, wo der Schwanz beginnt. "Da die Kugel aber schon drei bis vier Jahre in ihr drin steckt und schon völlig verknorpelt ist, musste sie nicht heraus operiert werden", erzählen die Eheleute.

Keine Hinweise auf den Täter

Die Hebbels verstehen seitdem die Welt nicht mehr. Zwar habe die Hündin durch die Kugel offensichtlich keine gesundheitlichen Schäden davongetragen, man wisse jedoch nicht, wie viele Schmerzen das Tier seitdem erlitten habe. Für das Ehepaasr ist Gissie wie ein Kinderersatz.
Und die kleine Pekinesin soll nicht das einzige Tier gewesen sein, das vor einigen Jahren Opfer eines möglichen Tierhassers wurde. In der Siedlung "Eckhof", in der auch die Hebbels wohnen, und in der näheren Umgebung soll es zu weiteren Vorfällen gekommen sein. Die Eheleute hätten natürlich erzählt, was Gissie passiert sei, und erfuhren so, dass auch damals eine Katze in der Nachbarschaft mit vier Kopfschüssen aufgefunden worden sei. Das Tier habe nach einer Operation aber überlebt, weiß Hebbel. In der Rendsburger Straße und in der Bergstraße soll es weitere Katzen getroffen haben.
Sönke Hebbel hat den Vorfall der Polizei gemeldet, Hinweise habe es aber keine gegeben, so der Rentner. "Ich kann mir keinen Menschen vorstellen, der solch einen großen Hass auf kleine Tiere hat." Ob es in jüngerer Vergangenheit weitere Angriffe gegeben habe, weiß das Ehepaar Hebbel nicht. "Vielleicht hat er einfach das Revier gewechselt", befürchten beide.

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