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Handball-Oberliga : Wer kann beruhigt Weihnachten feiern?

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Im Derby zwischen der HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg und dem TSV Alt Duvenstedt steht viel auf dem Spiel.

shz.de von
erstellt am 12.Dez.2013 | 23:58 Uhr

Lasst uns froh und munter sein und uns auf das Derby freu’n. Für alle Zuschauer liegt der Termin des Aufeinandertreffens der HSG Schülp/Westerrönfeld mit dem TSV Alt Duvenstedt ideal. Am letzten Spieltag der Oberliga-Hinrunde gibt es noch einmal ein beliebtes Nachbarschaftsduell in der Westerrönfelder Heidesandhalle (16.45 Uhr).

Den beiden Trainern und den Spielern der Teams ist aber noch wenig nach Festtagstimmung zumute. Ja, es ist ein Derby. Ja, Derbys machen Spaß, aber: Der Gegner morgen ist eigentlich völlig egal. Sowohl Thomas Carstensen als auch Gunnar Kociok plagen in erster Linie Abstiegssorgen und die akute Unlust, auf einem Abstiegsplatz überwintern zu müssen. „Das ist so, wir sind natürlich froh, keine Topmannschaft spielen zu müssen, aber prinzipiell müssen wir, um den Anschluss nicht zu verlieren, gewinnen. Dass es nun gegen Westerrönfeld geht, macht die Sache nur noch spannender“, bestätigt Carstensen, Trainer des TSV. Beide Teams haben 8:12 Punkte und befinden sich damit in der ungewollten Gesellschaft derer, von denen zwei zum Ende der Hinrunde auf den unbeliebten Abstiegsplätzen stehen müssen.

Die Erfolgsstatistik spricht für die Heimmannschaft, denn der TSV hat es bislang noch nicht geschafft, in der Heidesandhalle zu gewinnen. „Darauf werden wir uns aber als Letztes verlassen. Dass jede Serie irgendwann endet, haben wir schon häufiger erlebt“, sagt HSG-Coach Kociok. Anders als Alt Duvenstedt war die letzte Partie wenig ermutigend. In Hürup verlor die HSG mit elf Toren und Kociok reagierte enttäuscht auf die undisziplinierte Vorstellung seiner Mannschaft. „Diesmal erwarte ich eine völlig andere Spielweise und Einstellung und das weiß mein Team auch“, fordert der Trainer, der die derzeitige Gefühlslage – Westerrönfeld steht auf einem Abstiegsplatz – mit offenen Worten beschreibt. „Für mich ist es eine der schwierigsten Situationen in meiner Trainerlaufbahn. Es ist auch allen Spielern anzumerken, dass sie nachdenklich geworden sind. Jetzt schrillen die Alarmglocken und jetzt muss sich zeigen, wie stark wir sind“, sagt Kociok.

Sein morgiger Gegenüber Thomas Carstensen feierte am letzten Spieltag einen Sieg mit seiner Mannschaft und hofft nun, das positive Gefühl mit ins Derby nehmen zu können. „Wir müssen wieder versuchen, eine so gute Leistung abzurufen. Leider haben wir aber schon so viele Ups und Downs hinter uns, dass man sich nicht darauf verlassen kann“, sagt er. Taktisch sei das Ziel, die Achse Jens-Christian Woldt, Dennis Schrader und Dany Jüschke zu verteidigen. „Das ist das Herzstück, wenn die einen guten Tag haben, wird es schwer. Hinzu kommt die Entlastung durch Niklas Ranft“, so Carstensen. Während er sich wohl bis heute noch Gedanken über den Halbrechten Ranft gemacht hat, war für Kociok schon länger klar, dass dieser nicht spielen wird. Der Pechvogel verletzte sich nach überstandener Knieverletzung am Montag am Fuß, Torhüter Bastian Burchert an der Hand. Bei Alt Duvenstedt werden Ruben Hagge (Schulter) und gegebenenfalls Matti Voß (beruflich) fehlen. „Wir müssen zusehen, dass wir im Angriff konzentriert sind, damit Duvenstedt keine Tempogegenstöße laufen kann. Das ist das wichtigste taktische Ziel, danach sehen wir weiter“, fordert Kociok, der gern als Kopf einer siegreichen Mannschaft nach der Partie in die Tingleffhalle zur Weihnachtsfeier gehen würde.

Froh und munter kann am Sonnabend leider nur eine Mannschaft sein, denn ein Unentschieden würde nur wenig weiterhelfen.

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