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Handball-SH-Liga der Männer : Wer darf nach dem Abpfiff jubeln?

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Am letzten Spieltag fallen in der Handball-SH-Liga der Männer die Entscheidungen über die Vizemeisterschaft und den Klassenerhalt. Im Derby stehen sich die HSG Eider Harde und die HSG Schülp/Westerrönfeld/RD gegenüber, Alt Duvenstedt empfängt Mönkeberg.

Das Beste zum Schluss? Mit einer couragierten Vorstellung am letzten Spieltag der SH-Liga wollen sich die Handballer der HSG Eider Harde am Sonnabend von ihren Fans in die lange Sommerpause verabschieden. Springt dabei ein Sieg heraus, ist eine Aufstiegsparty auf der anschließenden Saisonabschlussfeier vor der Hohner Werner-Kuhrt-Halle nicht komplett auszuschließen. Genauso sieht es übrigens aus, wenn die Gäste von der HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg die Partie gewinnen. In dem Fall könnten die Schülper als lachender Dritter den Gang in die Oberliga bejubeln. Der Derby-Dauerbrenner birgt einmal mehr viel Brisanz, selbst wenn eine Menge Konjunktiv im Spiel ist. Anwurf ist am Sonnabend um 16 Uhr. Zeitgleich kämpft der TSV Alt Duvenstedt ums sportliche Überleben in der SH-Liga. Gewinnt das Team von Trainer Dirk Schlegel in eigener Halle gegen die HSG Mönkeberg/Schönkirchen, ist der Klassenerhalt (fast) sicher.

HSG Eider Harde – HSG Schülp/Westerrönfeld/RD (Sbd., 16 Uhr)

Beide Teams haben noch minimale Chancen auf die Vizemeisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die Oberliga. Ob aber überhaupt einer der Lokalrivalen Freudentänze aufführen darf, hängt einzig und alleine von der Begegnung des TSV Kronshagen in Bredstedt ab. Lässt der TSV – wie allgemein zu erwarten ist – nichts anbrennen, ist er aufgestiegen. Holt Kronshagen nur einen Punkt und gewinnt Eider, ist Eider durch. Verliert Kronshagen und die HSG spielt Remis, gehen sie auch hoch. Gewinnen aber die Schülper, dürfen sie jubeln. Was besonders für die Gastgeber bitter wäre, wenn ausgerechnet der ewige Konkurrent vom Kanal im eigenen Wohnzimmer den Aufstieg feiern würde. Aus Eider-Sicht ein absolutes No-Go. Auf jeden Fall wollen beide Teams zur Stelle sein, falls Kronshagen patzt. Die Bredstedter sind durchaus in der Lage zu überraschen. In einer starken Rückrunde holten sie 13:5 Punkte. Auch wenn Eider Hardes Coach Thomas Carstensen von Natur aus realistisch denkt, weiß er, dass Überraschungen immer wieder vorkommen: „Das wird kein Selbstgänger für Kronshagen.“ Sicher dürften direkt nach Abpfiff die Handyakkus heißlaufen. Es wird zur Sache gehen. So oder so. Die Zuschauer in der wahrscheinlich wieder rappelvollen Werner-Kuhrt-Halle dürfen sich auf eine packende Partie einstellen. Für Jannek Brown (wechselt zur SG Wift) und Sven Bendixen werden es die letzten Minuten im Dress der HSG Eider Harde sein. Bendixen, seit 2008 Abwehrchef in Hohn, will sportlich kürzer treten. Mit einer Niederlage gegen die Schülper will er bestimmt nicht „Tschüß“ sagen.

„Ich gehe davon aus, dass auf beiden Seiten jeder weiß, worum es in diesem Spiel geht. Alle werden sich voll hineinknien“, ist Schülp/Westerrönfelds Co-Trainer Rainer Pohl-Thur fest davon überzeugt, eine „knackige Partie“ zu sehen zu bekommen. „Letztlich sind Derbys aber eine Kopfsache. Das Team, das als erstes den Kopf frei bekommt, hat die beste Ausgangsposition.“ Im Hinspiel musste sich Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg noch mit 31:35 in eigener Halle geschlagen geben. Seitdem hat sich bei den Gästen aber einiges geändert. Anschließend übernahm Trainer Rainer Peetz zusammen mit Pohl-Thur das Team, beide sorgten für neue Euphorie südlich des Kanals. Selbst der zweite Platz und der Oberliga-Aufstieg sind noch möglich. „Wir wollen unsere Minimalchance nutzen“, verspricht Pohl-Thur. Dafür ist ein Sieg zwingend nötig. Die Taktik dafür ist nach Ansicht des Co-Trainers ganz simpel. Pohl-Thur: „Wir müssen Spielmacher Jörg Gosch aus dem Spiel nehmen. Er ist es, der Eike Möller, Steffen Oeltjen und Boris Hohnsbehn in Position bringt. Wenn uns das gelingt, haben wir schon viel erreicht.

TSV Alt Duvenstedt – HSG Mönkeberg/Schönkirchen (Sbd., 16 Uhr)

Die Rechnung ist einfach: Bei einem Sieg wäre der TSV Alt Duvenstedt (11./12:30 Punkte) gerettet – sofern es aufgrund der gleitenden Skala nicht mehr als den einen Regelabsteiger gibt. Bei einem Unentschieden oder gar einer Niederlage wäre man abhängig vom Ergebnis im parallel laufenden Spiel zwischen der HSG Marne/Brunsbüttel (10./13:29) und der HSG Tills Löwen (12./12:30). Einen direkten Draht in die Sporthalle des Bildungszentrum Brunsbüttel gibt es nicht. „Wir konzentrieren uns nur auf uns“, sagt TSV-Coach Dirk Schlegel, der vor dem wichtigsten Spiel der Saison von einer „lockeren Atmosphäre“ in seinem Team berichtet. „Alle wissen natürlich, worum es geht, aber es ist keiner angespannt oder gar verkrampft.“ Die Trainingseinheiten unter der Woche verliefen zu seiner vollsten Zufriedenheit und bis auf Tim Dau (Handbruch) hat der Coach alle Mann an Bord. Zuversicht schöpft er zudem aus den Leistungen seines Teams in den vergangenen Wochen. „Die Tendenz ist steigend. Ich hoffe, dass bleibt gegen Mönkeberg so.“ Im Hinspiel Anfang Februar in Mönkeberg feierte der Nachfolger von Gunnar Kociok seinen Einstand auf der Trainerbank der Alt Duvenstedter. „Es war aber kein besonders guter“, erinnert sich Schlegel nur ungern. 25:32 hieß es damals aus Sicht des TSV. „Wir haben zig technische Fehler gemacht, hatten im Abschluss eine unterirdische Quote und die Abwehr war viel zu passiv. Ich erwarte, dass wir dieses Mal ganz anders auftreten. Wenn wir wieder nicht gegen Mönkeberg gewinnen, dann haben wir auch nicht die Klasse für die SH-Liga.“

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