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Handball-SH-Liga der Männer : Wer darf heute jubeln?

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

In der Handball-SH-Liga empfängt der TSV Alt Duvenstedt heute Abend (20.30 Uhr) die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg. Im vergangenen Jahr siegten die Gäste 36:33 in Alt Duvenstedt.

Der TSV Alt Duvenstedt gegen die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg – das ungleiche Nachbarschaftsduell? Die Tabelle in der Handball-SH-Liga meint es für die Gastgeber der heutigen Partie (20.30 Uhr, Sporthalle Alt Duvenstedt) nicht gut. 3:11 Punkte bedeuten für den TSV den vorletzten Tabellenplatz und das auch nur aufgrund des besseren Torverhältnisses im Vergleich zur HSG Mönkeberg/Schönkirchen. Ein Last-Minute-Unentschieden vor zwei Wochen und ein Sieg gegen den Bredstedter TSV – mehr Zählbares war für das Team von Trainer Gunnar Kociok in den vergangenen sieben Spielen nicht zu holen. Besser traf es die Westerrönfelder, die mit 10:4 Punkten oben mitspielen und damit noch voll im Soll sind. Wird das Derby also langweilig?

Buchmacher würden sicherlich die Quoten zugunsten der HSG setzen, aber der TSV Alt Duvenstedt hat immer wieder bewiesen, dass er, wenn auch häufig am Ende erfolglos, lange mithalten konnte und das auch gegen Teams aus dem oberen Tabellendrittel. „Wir haben keine Klatschen eingesteckt. Wir sind mit anderen auf Augenhöhe. Oft lag es nur an der eigenen Blödheit, dass wir verloren haben. In diesem Spiel sind wir klar aufgefordert, zu gewinnen. Das wollen wir und das können wir auch“, sagt Trainer Kociok kämpferisch. Was dazugehört, um gegen seinen ehemaligen Verein zu gewinnen, zählt er wie folgt auf: „Die Basis ist die Abwehr mit einem Torwartspiel, das besser funktioniert als zuletzt. Die Keeper haben sich aber gesteigert, deshalb bin ich guter Dinge. Vorn müssen Spieler wie Tim Dau, Sascha Schwarz, Christian Eichstädt oder Dany Jüschke eine gute Leistung abrufen, damit wir eine Chance haben“, so Kociok. Seine Spieler lieben häufig eher den direkten Weg zum gegnerischen Tor, also per Sprungwurf über die Deckung. Weil das kein Geheimnis ist, rechnet Kociok fest damit, dass Volker Paul seinem Team nicht den Gefallen einer 6:0-Deckung macht. „Wir denken, dass die HSG mit einer 3:3-Abwehr oder noch offensiver aufläuft. Zumindest werden die sich nicht hinten reinstellen und darauf müssen wir Antworten haben“, sagt Kociok.

Und er hat offenbar Recht. „Ich weiß noch nicht genau, welche Formation wir spielen werden“, sagt Volker Paul im Vorfeld. „Es ist nur klar, dass wir, egal in welcher Aufstellung, die Rückraumspieler bekämpfen müssen. Ob wir ganz offensiv decken, muss ich noch entscheiden. Das ist ja nicht immer das Allheilmittel, vor allem, weil Christian Eichstädt sehr gut mit Dany Jüschke am Kreis zusammenspielt. Das kann dann auch nach hinten losgehen.“ Die Trainer kennen sich und so hat auch Paul seine Theorien, was sich Kociok ausdenken könnte. „Er wird sich in der Abwehr etwas einfallen lassen, um unsere Wege zu stören. Ich kann mir auch außergewöhnliche Formationen vorstellen“, sagt Paul. Schocken lässt er sich davon allerdings nicht. „Wir sind taktisch in der Lage, gegen jede Deckungsart Lösungen zu finden. Insgesamt denke ich, dass dieses Derby nicht über die Breite des Kaders oder das grundsätzliche Leistungsvermögen entschieden wird, sondern nur über die Tagesform. Dazu müssen meine Leistungsträger Niklas Ranft, Patrick Petriesas, Jens-Christian Woldt, Malte Pieper und die Torhüter ihre Leistung abrufen“, glaubt Paul. Auch für sein Team ist nach der jüngsten Niederlage gegen Tarp ein Sieg Pflicht, möchte es weiter im „Konzert der Großen“ mitspielen. Doch Paul freut sich auf das Derby. Und auch Kociok ist heiß: „Auf in den Kampf, der Druck ist groß, aber dafür trainieren wir doch“, so der Alt Duvenstedter Coach.

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