Wenn Lehrer von Lehrern lernen

Wollen den Weg für die Schüler erleichtern: Knut Klagges, Monika Boye, Sven Gritto, Jürgen Liebsch und Horst Möhring (v.  l.) nach der Unterzeichnung des Vertrages.
Wollen den Weg für die Schüler erleichtern: Knut Klagges, Monika Boye, Sven Gritto, Jürgen Liebsch und Horst Möhring (v. l.) nach der Unterzeichnung des Vertrages.

Regionalschule Schacht-Audorf schließt Kooperationsvertrag mit BBZ

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21. November 2013, 00:31 Uhr

Wie geht es weiter nach dem Abschluss an der Regionalschule Schacht-Audorf? Damit Schülerinnen und Schüler diese Frage sicher beantworten können, brauchen sie umfassende Informationen. Dazu trägt seit Jahren die Zusammenarbeit mit den Berufsbildungszentren „Nord-Ostsee-Kanal“ (BBZ-NOK) und „Rendsburg-Eckernförde“ (BBZ-RD-ECK) bei.

Gestern wurde ein Kooperationsvertrag von den drei Schulleitern und dem Schulverbandsvorsitzenden Jürgen Liebsch unterzeichnet, der die Zusammenarbeit noch vertiefen soll. Ein wichtiger Punkt der Vereinbarung ist der Austausch von Lehrern. Damit lernten die Lehrkräfte das Niveau der jeweils anderen Schule kennen und könnten sich bei ihrem Unterricht den geforderten Inhalten besser anpassen, sagte Horst Möhring, Leiter des BBZ-RD-ECK. Noch entscheidender sei aber, dass die Kooperation dadurch „ein Gesicht bekomme“ und beide Seiten Ansprechpartner hätten.

Knut Klagges vom Beruflichen Gymnasium „Erneuerbare Energien“ des BBZ-NOK in Osterrönfeld hält es für besonders wichtig, den Schülern die Angst vor dem Wechsel auf eine neue Schule zu nehmen. Das gehe am besten, wenn sie den Betrieb an den Berufsbildungszentren schon frühzeitig kennen lernten, zum Beispiel bei Werkstatttagen. „Wir wollen damit Transparenz schaffen“, machte Lorenz Gaede, an der Grund- und Regionalschule für die Berufsorientierung zuständig, deutlich. So werde der Anschluss erleichtert.

Der Schulverbandsvorsteher Jürgen Liebsch aus Bovenau stellte fest, dass die Berufsbildungszentren sehr gefragt seien. Es gelte, Ängste und Vorbehalte der Schüler weiter zu reduzieren. Dann falle die Entscheidung dafür leichter.

Monika Boye, Leiterin des BBZ-NOK, bestätigte das wachsende Interesse an den Berufsbildungszentren. „Die Zahl der Schüler ist deutlich gewachsen.“

Im kommenden Jahr werden 70 Schüler die Schacht-Audorfer Schule mit einem Realschulabschluss verlassen und haben dann die Möglichkeit, nach drei Jahren an den Berufsbildungszentren ihr Abitur zu machen. Nach Angaben von Schulleiter Sven Gritto will ein Drittel von ihnen diesen Weg gehen. Die Kooperation mache die Entscheidung für viele leichter.

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