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Landeszeitung

15. Dezember 2017 | 09:50 Uhr

Statistik : Weniger Beschwerden

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

62 Beschwerden über Kreis-Mitarbeiter sind im Jahr 2013 beim Landrat eingegangen. Vor drei Jahren waren es immerhin noch 162 Beschwerden. Besonders erfreulich ist nach Angaben von Rolf-Oliver Schwemer die Situation im Bauamat.

von
erstellt am 01.Feb.2014 | 14:35 Uhr

Gute und schlechte Noten sind verteilt worden. Die Schüler im Norden haben ihre Halbjahreszeugnisse erhalten. Doch nicht nur in den Klassen, sondern auch im Rendsburger Kreishaus wurde Bilanz gezogen. Landrat Dr. Rolf-Oliver Schwemer hat die Zahl der an ihn adressierten Beschwerden ausgewertet und kommt zu einer positiven Bewertung: Die Klagen von Bürgern über Mitarbeiter der Verwaltung seien rückläufig „und haben den niedrigsten Stand seit drei Jahren erreicht.“

Der Landrat nennt Zahlen: „Waren es im Jahr 2010 noch 162 Beschwerden, so hat sich diese Zahl in 2013 auf 62 reduziert“, sagt der Verwaltungschef. Besonders erfreulich sei die Situation im Bauamt. „Nur noch elf Beschwerden betrafen Mitarbeiter des Bauamtes.“ Im Vorjahr wurden nach Schwemers Angaben noch 40 Kritikfälle notiert.

Offenbar sei es gelungen, die Abläufe zu verbessern und den Bürgern das Handeln der Verwaltung nachvollziehbarer zu machen. Denn auch die Anzahl der neuen gerichtlichen Verfahren in Bausachen sinke. „Mit gerade einmal 17 Verfahren im Jahr 2013 wurde ein historischer Tiefststand seit Beginn der Dokumentation im Jahr 1996 erreicht.“

Allerdings gibt es auch im Zeugnis für die Kreisverwaltung nicht nur gute Noten. Im Ordnungsbereich zum Beispiel sind nach der Statistik die Beschwerden von 23 im Jahr 2012 auf 35 im Jahr 2013 gestiegen. „Gemessen an der Gesamtzahl von über 17 000 Verfahren allein im Bußgeldbereich der Verkehrsbehörde mag die Anzahl von 35 Beschwerden im gesamten Fachbereich überschaubar erscheinen“, so der zuständige Fachbereichsleiter Dr. Thilo Rohlfs. Dennoch sei es das Ziel, die Anzahl der Beschwerden im Ordnungsbereich insgesamt wieder zu reduzieren. Er sei zuversichtlich, dass sich hier die Neubesetzung mehrerer Stellen im Ordnungs- und Verkehrsbereich positiv auswirken werde.

Aus Erfahrung wissen die Verwaltungsexperten aber, dass auch in Zukunft immer eine bestimmte Anzahl an Beschwerden eingehen wird. „Es gibt immer Fälle, in denen der betroffene Bürger mit einer Entscheidung der Verwaltung nicht einverstanden ist, mag sie auch noch so gut begründet und erläutert sein“, bleibt der Landrat realistisch.

Der Verwaltungschef sieht grundsätzlich eher Vorteile durch die Anregungen der Bürger: „Jede Beschwerde bietet auch die Möglichkeit, sich die Abläufe kritisch anzuschauen. Aus der einen oder anderen Beschwerde haben wir wichtige Hinweise erhalten, wo wir insgesamt etwas verändern mussten.“ Denn Kritikpunkte werden laut Schwemer „im Wesentlichen dann erhoben, wenn der Bürger sich mit seinem Anliegen durch den Sachbearbeiter nicht ernst genommen fühlt und die Hoffnung hat, durch eine Beschwerde beim Landrat eine andere Entscheidung herbeiführen zu können.“

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