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Landeszeitung

22. August 2017 | 07:42 Uhr

Rendsburg : Wenig Kauflust vor dem Fest

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der erwartete „Großkampftag“ blieb am Sonnabend aus. Auf der Eisbahn sorgt die Helmpflicht für einen drastischen Rückgang von Schulklassen.

Süßer die Kassen nicht klingelten: Der letzte Einkaufs-Sonnabend vor Weihnachten blieb hinter den Erwartungen zurück. Nach Einschätzung von Matthias Bruhn aus der Tourist-Information seien zwar relativ viele Besucher in der Innenstadt gewesen, „aber hauptsächlich Sehleute“. Während rund um die Eisbahn viel los war, nahm die Besucherfrequenz in der Hohen Straße mit jedem Meter Richtung Altstädter Markt merklich ab. Im Parkhaus Nienstadtstraße blieben viele Stellplätze frei, obwohl Plastiktüten über die Ticketautomaten gestülpt worden waren. Als Bonbon zu Weihnachten hatte die Politik erstmals kostenfreies Parken an allen vier Sonnabenden im Advent erlaubt.

Ein Geschäftsmann, der namentlich nicht genannt werden wollte, war mit dem Kundenaufkommen ebenfalls nicht zufrieden. Der letzte Sonnabend vor dem Fest sei nicht der erwartete „Großkampftag“ gewesen. Er hoffe nun, dass in den verbleibenden Tagen bis Heiligabend noch viele Kaufwillige den Weg in die Innenstadt finden. Möglicherweise sorgen die Last-minute-Einkäufer für Schwung.

Immerhin: Der „Rendsburg-Gutschein“ wird unter vielen Christbäumen liegen. Dass sich die Kunstwährung im Scheckkartenformat, die fünf, zehn oder 20 Euro wert ist, zum beliebten Geschenk gemausert hat, zeigen zumindest die Beobachtungen von Matthias Bruhn vom Touristen-Schalter im Alten Rathaus. In der einen von insgesamt 17 Verkaufsstellen des Gutscheins sei die Nachfrage vor Weihnachten besonders groß gewesen, so der SPD-Ratsherr. Am Sonnabend vor dem vierten Advent seien die Wertmarken in der Tourist-Information nahezu ausverkauft gewesen.

52 Geschäfte und Unternehmen in der Stadt und zwei im Einkaufszentrum Rondo in Büdelsdorf haben sich dem Projekt angeschlossen. Der „Wunsch-Erfüller für alle Anlässe“ kann in den teilnehmenden Geschäften, Lokalen, Kinos und bei anderen Dienstleistern eingelöst werden kann. Mit dem einheitlich gestalteten Gutschein, der in möglichst vielen Geschäften akzeptiert werde, wolle man die Kunden und deren Kaufkraft an Rendsburg binden, so RD-Marketing, Initiator der Aktion.

Für Ralf Dreeßen, den Inhaber des Musikmarkts in der Altstadtpassage, ist das Weihnachtsgeschäft ohnehin nicht ausschlaggebend. Wer sich im Laufe des Jahres für ein Instrument entschieden habe, kaufe es und warte nicht bis Weihnachten, stellte er fest.

Helge Damaschke, der als Projektleiter für die Eisbahn auf dem Schiffbrückenplatz zuständig ist, zeigte sich mit dem Publikumszuspruch zufrieden. „Mehr als im vergangenen Jahr, als das Wetter so regnerisch war.“ Allerdings sei die Zahl der Schulklassen sehr rückläufig gewesen, weil für die Schüler in diesem Jahr eine Helmpflicht besteht. Berufsschulklassen seien gar nicht mehr gekommen, weil für die Jugendlichen sogar eine „Vollmontur“ mit Ellbogen-, Hand- und Knieschonern vorgeschrieben sei. Am Sonnabend sorgte der Rendsburger Posaunenchor für weihnachtliche Klänge. Bei zwei Platzkonzerten auf dem Altstädter Markt und danach auf dem Schiffbrückenplatz sammelten die Musiker Spenden für „Brot für die Welt“.

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erstellt am 20.Dez.2015 | 18:12 Uhr

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