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Pferdezucht : Weltweit erfolgreich mit „Jenisseij“

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Sogar ein Scheich aus Dubai gehört zu den Kunden des Gestüts in Rade bei Hohenwestedt. Stephanie Dollase und Andreas Mensing züchten Araberpferde und verkaufen die wertvollen Tiere weltweit. Garant für den Erfolg ist Zuchthengst „Jenisseij“.

Dass Araberpferde aus Rade bei Hohenwestedt in aller Welt gefragt sind, zeigt ein Blick in die Auftragsbücher von Stephanie Dollase: Vor einigen Tagen hat die Hobbyzüchterin je zwei Stuten in den Iran und in die Niederlande verkauft. Garant für die hohe Qualität der Pferde aus Rade ist Zuchthengst „Jenisseij“, der bei Araberschauen ein Abonnement auf die Championspokale hat.

„Araber sind intelligent, ausdauernd, lernfähig – und einfach wunderschön!“ Stephanie Dollase ist von Kindesbeinen an überzeugt von den besonderen Qualitäten ihrer Lieblingspferderasse: „Mit sechs Jahren war mein erstes Pferd ein Vollblutaraber, und dabei bin ich dann hängen geblieben.“ Als sie 18 war, erwarb sie eine Stute und begann bereits eine Hobbyzucht. Seit 2006 betreibt Stephanie Dollase nun zusammen mit Andreas Mensing das Vollblutarabergestüt Rade, zunächst mit zwei Zuchtstuten (heute sind es neun) und seit 2010 auch mit einem eigenen Zuchthengst: „Jenisseij“, der vom Gestüt „Cafra-Arabiens“ aus Regesborstel (Niedersachsen) nach Rade kam. „Er macht seine Sache sehr gut“, lobt Stephanie Dollase die Zuchtanstrengungen von „Jenisseij“. Züchter und Käufer achten sehr auf die verschiedenen Blutlinien der Araberpferde. „Jenisseij“ ist ein Vertreter der russischen Blutlinie mit spanischen und polnischen Beimischungen. Auch bei Schönheitskonkurrenzen macht der siebenjährige „Jenisseij“ eine gute Figur: 2012 wurde der Hengst aus Rade unter anderem in Salzkotten Schauchampion und holte sich in Frankfurt einen Klassensieger-Pokal.

Erfolge, die für das Renommee des Vollblutarabergestüts Rade von großer Bedeutung sind. Im vergangenen Jahr konnten Mensing und Dollase erstmals ein Pferd in die Arabischen Emirate verkaufen. „Das war eine Rappstute der ägyptischen Blutlinie“, berichtet Stephanie Dollase, „das ist natürlich was Besonderes, wenn die Pferde so weit weg gehen.“ Darüber hinaus kann man als Hobbyzüchter sicher mehr als nur ein bisschen stolz sein, wenn die eigenen Araberpferde das Interesse eines arabischen Scheichs erregen. Wie kommt ein Scheich aus Dubai überhaupt auf die Idee, sich in Mittelholstein eine Araberstute zu bestellen? „Wenn die Leute im Internet Araberpferde suchen und googeln, kommen sie auf unsere Homepage, wo sie sich Fotos von unseren Pferde angucken können“, erläutert Stephanie Dollase, „dann rufen sie uns an und sagen, was sie haben wollen, und dann werden die Pferde abtransportiert.“

Manchmal ruft auch ein Vermittler an, so wie vor ein paar Tagen, als Stephanie Dollase einen Anruf aus Hamburg bekam, in dem sie über das Interesse eines iranischen Pferdefreundes an zwei Rader Stuten informiert wurde. Man wurde schnell handelseinig, und so werden die Stuten „SA Shanaia“ (eine „Jenisseij“-Tochter) und „SA Emira“ die Reise in den Iran antreten, sobald die nötigen Exportzertifikate vom VZAP (Verein der Züchter des Arabischen Pferds) vorliegen. Was aber drei bis vier Wochen dauern kann. Schneller erwartet Stephanie Dollase die VZAP-Zertifikate für die beiden Stuten „Madonna“ und „Gracia Bey“, die vor wenigen Tagen in die Niederlande verkauft wurden und demnächst im Pferdetaxi von Friedrich Hornhardt (Nienborstel) in ihre neue Heimat kutschiert werden.

Ab 2014 soll neben „Jenisseij“ auch der jetzt dreijährige „Detroit“ als Zuchthengst zum Einsatz kommen. „Dadurch haben wir noch mehr züchterische Möglichkeiten“, erklärt Stephanie Dollase; das Vollblutarabergestüt Rade wolle jedoch auch weiterhin seinem Motto treu bleiben, das sich bislang als so erfolgreich erwiesen hat: „Wir sind klein, aber fein“.

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erstellt am 31.Okt.2013 | 06:00 Uhr

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