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Kunstaktion : Welcher Gegenstand passt zu Nortorf?

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Aus der Redaktion der Landeszeitung

Künstlerpaar aus Kappeln sucht freiwillige Bürger, die an einem Projekt in Nortorf teilnehmen wollen. Die Aktion ist für den 23. Januar geplant. Eine Ausstellung der Bilder soll im Rathaus folgen.

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erstellt am 05.Jan.2014 | 08:00 Uhr

Die Einwohner in Nortorf stehen im Mittelpunkt des Kunstprojektes „Du und dein (W-) Ort – Porträts grenzenlos“ des Künstlerpaares Ann-Kristin Jahrmann und Laurenz-Alexander Schettler. Am Donnerstag, 23. Januar, werden die beiden von 9 bis 18 Uhr am alten Rathausplatz (gegenüber von Edeka/Skribo) Menschen mit einem persönlichen Gegenstand ihrer Wahl, der gern etwas mit der Stadt zu tun haben kann, porträtieren.

Die teilnehmenden Personen sitzen auf einem Stuhl und werden vor immer gleichem Hintergrund kostenlos fotografiert. Dabei seien Gesicht und Hände, die den Gegenstand halten, von Bedeutung. Abgerundet wird die Aktion durch eine persönliche Aussage über den Ort: „Denk ich an Nortorf…“. Mit dem Projekt geht das Duo künstlerisch den Fragen nach: Was verbindet Menschen heutzutage mit ihrem Wohnort? Welches Verhältnis haben sie zu ihm? Lassen sich Gemeinsamkeiten oder Unterschiede innerhalb eines Ortes, zwischen verschiedenen Orten, Regionen, Ländern feststellen?

Bereits seit Ende des vergangenen Jahres sind die beiden mit ihrem Projekt in Schleswig-Holstein unterwegs. Die Porträts mit den Angaben zur Person (Vor- und Nachname sowie Wohnort) und dem persönlichen Wortbeitrag sollen in Ausstellungen „Du und dein (W-) Ort – Porträts grenzenlos“ gezeigt werden. Es wird sowohl kleinere Ausstellungen geben, in denen nur die Porträts der Einwohner des jeweiligen Ortes, zu sehen sind, als auch eine oder mehrere Gesamtausstellungen, in denen die gesammelten Bilder der Einwohner aller Orte, die an dem Kunstprojekt teilgenommen haben, präsentiert werden. Vorgesehen sei, die Nortorfer „Ergebnisse“ später im Rathaus zu präsentieren. Ein genauer Termin dafür stünde aber noch nicht fest.

Das Kunstprojekt sei langfristig angelegt, erklären Schettler und Jahrmann, „das bedeutet, wir möchten gern nach einer gewissen Zeit, zum Beispiel nach zwei Jahren, dieselben Teilnehmer, sofern diese Interesse haben, erneut porträtieren.“ Dabei sollen die Fragen, ob es Veränderungen in Bezug auf das Äußere der Personen, dem mitgebrachten Gegenstand, das Verhältnis zum Ort, die persönliche Aussage „Denk ich an…“ herausgefiltert werden.

Laurenz-Alexander Schettler und Ann-Kristin Jahrmann haben für ihr Projekt rund 25 Städte in Schleswig-Holstein angeschrieben und stießen dabei auf großes Interesse. „Wir sind überrascht, wie viele unser Projekt unterstützen wollen“, freut sich das Künstlerpaar, und blickt schon einmal gespannt auf den 23. Januar voraus: „Das Spannende für uns ist zu sehen, wer kommt da überhaupt?“

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