Wein und Tabak nach jedem Tanz

v.l. Oberfahnenträger Helmut Johann Hinrich Vogt, Kapitän Carsten Hagge, das Königspaar Franziska Hacker und Manfred Goos, Ältermann Olaf Heuer und Fahnenträger Lutz Seehusen.
v.l. Oberfahnenträger Helmut Johann Hinrich Vogt, Kapitän Carsten Hagge, das Königspaar Franziska Hacker und Manfred Goos, Ältermann Olaf Heuer und Fahnenträger Lutz Seehusen.

Überlieferte Bräuche leben bei Dörpstedter Schützengilde wieder auf / Endlich König nach 30 Jahren

shz.de von
21. Juni 2018, 17:11 Uhr

Franziska Hacker „die Besonnene“ und Manfred Goos „der Kampferprobte“ sind die neuen Majestäten der Dörpstedter Schützengilde von 1834. „Das war für mich sehr überraschend, dass der Rumpf des Holzvogels mit meinem Schuss in der Mitte zerbrach und komplett herunter fiel“, sagte Manfred Goos. „Ich freue mich riesig, dass ich nach 30 Jahren endlich Gildekönig geworden bin.“

Die Preisträger sind in diesem Jahr Jan Hagge vor Uwe Muhl, Carsten Hagge, Karl Heinz Thießen, Lutz Seehusen, Olaf Heuer, Jürgen Andersen, Helmut Vogt und Sönke Scheelhaas bei den Männern. Bei den Damen siegte Petra Hagge vor Meike Andersen, Birthe Seehusen, Inka Gottburg-Heuer, Ingrid Sierts, Karin Thießen und Astrid Scheelhaas.

„Den Gildeball feiern wir erstmals seit vielen Jahren ohne die Bünger Schützengilde“, berichtete Ältermann Olaf Heuer. Deshalb wurden alte Traditionen wie der Weintanz und das Pfeifenrauchen wieder aufgenommen, so Heuer. Nach dem Essen eröffnen Fahnenträger und Kapitän den ersten Tanz. Die Damen tanzen anschließend mit ihren Ehemännern weiter, Fähnrich und Kapitän fordern die nächsten Frauen auf. Das geht so lange, bis alle Gildeteilnehmer auf der Tanzfläche sind. Der Gilderat, das sind der Ältermann und zwei Gildebrüder, begleitet diesen Brauch, indem sie nach jedem Tanz Wein ausschenken und Pfeife rauchen. Tradition ist auch das Abholen der Majestäten des Vorjahres und die Kaffeetafel mit den Ehrenmitgliedern der Schützengilde, bevor das Schießen auf den Holzvogel beginnt. Die Proklamation und der Gildeball wurden vergnügt gefeiert.


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