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Fernweh am Jahresende : Weihnachten in der Sonne des Südens

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Es muss nicht immer der Schnäppchen-Urlaub sein. Die Kanarischen Inseln und Karibik-Kreuzfahrten stehen bei Reisenden zum Fest hoch im Kurs.

shz.de von
erstellt am 19.Dez.2013 | 06:15 Uhr

Bescherung bei Schmuddelwetter, Kirchgang in der Kälte – das scheint nicht jedermanns Sache zu sein. Auch etliche Rendsburger ziehen ein Weihnachtsfest in wärmeren Gefilden vor, entfliehen gleichsam der weihnachtlichen Hektik und gönnen sich eine Reise in die Sonne. „Viele wollen dem norddeutschen Mistwetter entkommen“, bestätigt Mario Zindler vom Reiseland-Reisebüro am Jungfernstieg. Vor allem die Kanarischen Inseln und Karibik-Kreuzfahrten seien viel gebucht worden. Ähnlich sieht die Lage im Reisebüro von Sylvia Trost am Altstädter Markt aus: „Sonne oder Schnee, das ist den Leuten wichtig. Es werden auch Ski-Urlaube gebucht, hier im Norden überwiegt aber der Wunsch nach Sonne.“

Der Trend, sich statt im Pelz auf dem Weihnachtsmarkt zu tummeln und lieber die Sonne auf selbigen brennen zu lassen, bestehe ungebrochen, sagt Sylvia Trost: „Viele genießen es, sich über die Feiertage um so gut wie gar nichts kümmern zu müssen.“ Mario Zindler nimmt hingegen einen leichten Rückgang in Sachen Weihnachtsreisen wahr. „Gefühlt wird es in den letzten Jahren weniger“, sagt er, beziffern könne er dies allerdings nicht genau. Allgemeine Preissteigerungen, vor allem bei den Flügen, sieht er dafür als möglichen Grund. Generell sei die Weihnachtszeit die teuerste Reisezeit – ein Umstand, der allerdings denjenigen, die verreisen, die Reiselust nicht zu vermiesen scheint. „Die Leute reisen in dieser Zeit wertiger“, betont Sylvia Trost. In dasselbe Horn stößt Gilda Dilly vom Reisebüro Dilly an der Torstraße: „In dieser Zeit schauen viele beim Urlaub nicht ganz so sehr auf den Preis, sondern gönnen sich mal etwas. Vielleicht hilft dabei auch das Weihnachtsgeld.“ Außerdem, so hat sie beobachtet, verreisen auch viele Singles und Alleinstehende über die Festtage, „vermutlich um der Einsamkeit zu entgehen“.

Kanaren und Karibik-Kreuzfahrten – es sind so etwas wie die Klassiker der Weihnachtsreisezeit, die sich immer noch großer Beliebtheit erfreuen. Doch in manchen Reisebüros stehen auch Städtereisen hoch im Kurs. London, Barcelona, Berlin oder Köln sind aber eher etwas für Silvester. Das klassische Christmas-Shopping, beispielsweise in New York, werde dagegen so gut wie gar nicht mehr nachgefragt. „In den letzten Jahren sind Fluss-Kreuzfahrten im Kommen, zum Beispiel auf dem Rhein oder der Donau“, berichtet Sylvia Trost. Gebucht würden auch Festtagsreisen – Pauschalreisen, beispielsweise in den Harz oder den Bayerischen Wald, bei denen im Vorwege weihnachtliche Aktivitäten wie eine Schlittenfahrt oder ein Konzertbesuch vom Veranstalter organisiert werden.

Einen Tipp haben die Reisebüro-Inhaber noch parat: Wer über Heiligabend verreisen möchte, der sollte sich rechtzeitig darum kümmern. „Man sollte schon in der ersten Jahreshälfte buchen, ansonsten ist die große Auswahl schon weg“, betont Sylvia Trost: „Die Ferien liegen unterschiedlich und verschieben sich, aber Heiligabend ist überall am 24. Dezember.“ Mario Zindler schiebt nach: „Schnäppchen gibt es eigentlich erst wieder ab Januar.“

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