Arche Warder : Weihnachten im Stall

Stimmungsvoll: Pastor Christoph Huppenbauer leitet, wie in den Vorjahren, den Weihnachtsgottesdienst im Tierpark Arche Warder.
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Stimmungsvoll: Pastor Christoph Huppenbauer leitet, wie in den Vorjahren, den Weihnachtsgottesdienst im Tierpark Arche Warder.

Tierpfleger können derzeit keinen Urlaub machen. Die Tiere in der Arche Warder müssen auch an den Feiertagen verpflegt werden. Außerdem gibt es zusätzliche Programmpunkte wie den Weihnachtsgottesdienst im Stall.

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24. Dezember 2014, 07:00 Uhr

WARDER

Weil Tierparktiere auch an Feiertagen versorgt werden müssen, können Tierpfleger keinen Weihnachtsurlaub machen. Für die Tierpfleger in der Arche Warder sind die Weihnachtsdienste sogar stressiger als normale Arbeitstage, denn mit dem halben Personal müssen auch noch zusätzliche Programmpunkte wie die Fütterungstour mit dem Weihnachtsmann (Heiligabend, 14 Uhr) und der Gottesdienst im Tierschauhaus (Heiligabend, 16 Uhr) vorbereitet werden. Pastor Christoph Huppenbauer wird, wie in den Vorjahren, den Gottesdienst umgeben von Schafen, Ziegen und anderen Tieren halten. Für die musikalische Gestaltung sorgt die Sängerin Maya Mo.

„Die Arbeit an Feiertagen ist im Prinzip nichts anderes als ein Wochenenddienst – das gehört halt dazu“, meint Arche-Tierpfleger Mathias Frohreich mit Blick auf seinen Weihnachtsdienst. „Bei uns fällt Heiligabend eben ein bisschen unter den Tisch, aber das kann man ja nach Feierabend mit der Familie nachholen.“ Die 717 Arche-Tiere warten auch an Heiligabend und an den zwei Weihnachtsfeiertagen auf ihr Futter. „An Heiligabend müssen wir zusehen, dass wir unsere morgendliche Futterrunde so schnell wie möglich erledigen, weil wir ja auch noch die nachmittäglichen Extraveranstaltungen vorbereiten müssen“, erklärt Frohreich, der Heiligabend mit sechs weiteren Kollegen Dienst hat: „Weihnachten ist nur die halbe Mannschaft hier, die andere Hälfte ist für Silvester eingeteilt.“

Bei der wegen des reduzierten Personals ziemlich stressigen Futterrunde bleibt kaum Zeit für weihnachtliche Extra-Leckerlis. Seinen besonderen Lieblingen wird Frohreich trotzdem zusätzliche Möhrchen, Brötchen und Streicheleinheiten spendieren: Poitevine-Mulassière „Cleopatra“ und Maultier „Djaki“ (die er im Sommer aus Frankreich nach Warder geholt hat) und dem deutschen schwarzbunten Niederungsochsen „Lille“ (den er beim Mittelalter-Spektakel am Halfter übers Tierparkgelände führt).

Extra-Leckerlis für fast alle Arche-Tiere gibt es bei der Futtertour mit dem Weihnachtsmann, die Heiligabend um 14 Uhr startet. Während die kleinen Tierparkgäste zusammen mit dem Weihnachtsmann Äpfel und Möhrchen verteilen, stellen Frohreich und seine Kollegen Sitzbänke und Heuklappen für den nächsten Programmpunkt auf: den Gottesdienst im Tierschauhaus, der Heiligabend um 16 Uhr beginnt.

Am 24. Dezember ist der Eintritt in der Arche Warder frei. Die Besucher können an einer Weihnachts-Tombola mit Gewinngarantie teilnehmen, bei der jedes Los fünf Euro kostet. Am 25. und 26. Dezember ist nur von 10 bis 13 Uhr Einlass. „Die Gäste können anschließend gern noch länger im Tierpark bleiben“, erläutert Stefanie Klingel die Neuregelung, „aber der Einlass endet um 13 Uhr.“ An den restlichen Tagen des Jahres gelten dann wieder die üblichen Öffnungszeiten von 10 bis 16 Uhr.

Die aktuelle Jahresgästezahl von 69  328 bedeutet bereits einen neuen Besucherrekord, aber die 70  000 sind durchaus noch in Reichweite.

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