Amtsausschuss : „Weichen für die Zukunft gestellt“

Nach der Vereidigung: Hans Hinrich Neve (links) gratuliert Dietmar Böhmke zur Wahl zum Amtsdirektor für das Amt Jevenstedt.
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Nach der Vereidigung: Hans Hinrich Neve (links) gratuliert Dietmar Böhmke zur Wahl zum Amtsdirektor für das Amt Jevenstedt.

Einstimmig wurde Dietmar Böhmke zum Amtsdirektor gewählt. Der Amtsausschuss hatte auf eine Ausschreibung der Stelle verzichtet. Böhmke war bisher leitender Verwaltungsbeamter in Jevenstedt.

shz.de von
22. November 2013, 10:01 Uhr

Dietmar Böhmke ist ab 1. Januar Direktor des Amtes Jevenstedt. Der Amtsausschuss beförderte den bisherigen leitenden Verwaltungsbeamten für eine Dauer von acht Jahren zum gesetzlichen Vertreter des Amtes. Böhmke wurde am Mittwochabend einstimmig gewählt.

Nach Rückversicherung der Kommunalaufsicht habe man auf eine öffentliche Ausschreibung verzichtet und Dietmar Böhmke vorschlagen, erklärte Amtsvorsteher Hans Hinrich Neve zu Beginn der Sitzung im „Schülper Kroog“. Das Amt habe die Weichen für die Zukunft neu gestellt. Er sei stolz, Direktor dieses Amtes zu werden, erklärte Böhmke. Der 57-jährige Nortorfer war seit 1992 als Büroleiter in der Gemeinde Westerrönfeld tätig. Im Amt Jevenstedt arbeitet er seit der Ämterfusion 2001, seit sechs Jahren als leitender Verwaltungsbeamter.

Zu Stellvertretern des Amtsdirektors wurden die Bürgermeister Dieter Backhaus (Jevenstedt) und Wolfgang Wachholz (Schülp)gewählt. Neue 2. stellvertretende Amtsvorsteherin wurde die Hamweddeler Bürgermeisterin Monika Sievers, da Backhaus diesen Posten abgeben musste.

Nach über 25 Jahren als Schiedsmann für den Amtsbezirk Jevenstedt trat Karl Johann Jacob von seinem Amt zurück. Hans Hinrich Neve dankte dem 74-jährigen Westerrönfelder für seine „großartige Arbeit“. Er habe dafür gesorgt, dass sich die Menschen wieder auf einer vernünftigen Ebene unterhalten könnten, erklärte der Amtsvorsteher. Zu seinem Nachfolger wählte der Amtsausschuss Peter Bejeuhr (63). Der Westerrönfelder fungierte 20 Jahre lang als Jacobs Stellvertreter.


Breitband-Werbung schwächelt


Nicht richtig in Schwung gekommen ist bisher das Breitbandprojekt des Zweckverbandes für im mittleren Schleswig-Holstein. Die benötigte Anschlussquote von mindestens 60 Prozent wurde bis zum Stichtag, dem 11. November, in den ersten beiden Bauabschnitten nicht erreicht. Zwar könne man momentan nicht mit dem Bauen beginnen, doch das Vorhaben sei damit nicht gescheitert, betonte Dietmar Böhmke. Man sei auf einem guten Weg und werde den Bürgern im kommenden Jahr die Vorteile der Breitbandversorgung noch besser aufzeigen. Böhmke zeigte sich zuversichtlich, das Projekt im kommenden Jahr „in die Erfolgsquote“ zu bringen.

Der Zweckverband ist ein Zusammenschluss der Ämter Jevenstedt, Eiderkanal, Fockbek, Hohner Harde und des früheren Amtes Hademarschen (Mittelholstein). Ziel ist es, in den kommenden Jahren gemeinsam mit dem Segeberger Internetanbieter Filiago sämtliche in diesen Bereichen liegenden Haushalte mit schnellem Internet über Glasfaserkabel zu versorgen. Es handelt sich um ein 60-Millionen-Euro-Projekt.

Von Seiten der Filiago wurde bestätigt, dass die Vermarktung in den ersten beiden Bauabschnitten nun verlängert werden soll, um im kommenden Jahr die Mindestquote zu erreichen. 2014 muss noch in sechs weiteren Abschnitten geworben werden.


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