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Feuer in Rendsburger Autohaus : Wehrführer stellt sich vor die Stadtwerke

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Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der Brand des Fräter-Autohauses stellte die Feuerwehr vor eine große Herausforderung – zumal die Hydranten nicht genügend Löschwasser liefern konnten. Hat Rendsburg ein Problem mit seinem Hydranten-Netz? Feuerwehr-Chef Hilburger verneint.

Rendsburg | Der Brand des Autohauses Fräter am Dienstag war nicht nur für die Feuerwehr eine Herausforderung. Die Stadtwerke lieferten Löschwasser so viel sie konnten. Doch das Rohrsystem kam an seine Grenze. Durch eiligst verlegte Schläuche musste die Feuerwehr Wasser aus dem 250 Meter entfernten Nord-Ostsee-Kanal heranpumpen. Das wirft die Frage auf: Hat Rendsburg ein Problem mit seinem Hydrantennetz?

Wehrführer Gerrit Hilburger, der den Fräter-Einsatz koordinierte, wies das gestern gegenüber der Landeszeitung zurück. Ein Feuer dieses Ausmaßes ereigne sich in einer Stadt wie Rendsburg nur alle zehn Jahre. „Kein Wasserwerk hätte den Wasserbedarf decken können, den wir am Dienstag gehabt haben“, sagte er. Laut Hilburger gibt es rund um das Autohaus Fräter gleich mehrere Löschwasser-Leitungen: eine 200- und eine 100-Millimeter-Leitung in der Alten Kieler Landstraße sowie jeweils eine 100-Millimeter-Leitung in der Kollunder Straße und am Friedrich-Voß-Platz. Zusammengerechnet hatte die Feuerwehr damit eine Löschwasser-Kapazität von nahezu 5000 Litern pro Minute zur Verfügung. In der Spitze wurden jedoch 8000 Liter benötigt. Die Differenz deckte die Feuerwehr mit dem Wasser aus dem Kanal.

Hilburger betonte, dass das Hydrantennetz in Rendsburg in einem sehr guten Zustand sei. Wenn es mit einem der 829 Hydranten im Stadtgebiet ein Problem gebe, werde dies in gutem Einvernehmen mit den Stadtwerken zügig gelöst: „Dort ist man kooperativ und hilfsbereit.“ In der Innenstadt seien die einzelnen Hydranten nur etwa 150 Meter voneinander entfernt. Damit ist das Netz engmaschiger als es die Vorschriften verlangen. In diesen ist vorgesehen, dass die Entfernung zwischen einer Brandstelle und einem Hydranten maximal 300 Meter betragen darf.

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erstellt am 07.02.2014 | 07:15 Uhr

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