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Rendsburg : „Wehr ohne Personalsorgen“ rückte zu 412 Einsätzen aus

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Jahresbilanz der Rendsburger Truppe. Erweiterung statt Neubau – bei der Feuerwache bahnt sich eine Lösung an.

Es sei vielen Bürgern nicht bewusst, dass die Feuerwehr der Stadt Rendsburg ehrenamtlich im Einsatz sei, sagte Bürgermeister Pierre Gilgenast bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr im Kulturzentrum Hohes Arsenal. „Sie zeigen Einsatzbereitschaft rund um die Uhr. Sie haben sich in den Dienst der Allgemeinheit gestellt“, sagte Gilgenast zur Arbeit der Feuerwehrleute. Er erinnerte daran, dass die Stadt das ehrenamtliche Engagement der Feuerwehr mit der Verleihung des Bürgerpreises 2016 gewürdigt hat (wir berichteten). Auch bei der Errichtung des Erstaufnahmelagers für Flüchtlinge in der St. Peter-Ording-Straße Mitte August vergangenen Jahres habe die Feuerwehr entscheidend mitgeholfen.

Im laufenden Jahr werde die Stadt mehr als eine Million Euro zur Verfügung stellen, um weitere Anschaffungen für die Feuerwehr zu ermöglichen. Das Thema „Feuerwache“ werde zurzeit von einer Arbeitsgruppe aus Politik, Verwaltung und Feuerwehr beraten, sagte Gilgenast. Dabei gehe es darum, den Belangen der Feuerwehr und der Haushaltssituation der Stadt Rendsburg gerecht zu werden. „Wir kommen dem Ziel näher“, sagte Wehrführer Gerrit Hilburger gegenüber der Landeszeitung. Es zeichne sich ab, dass der jetzige Standort unter Hinzunahme des angrenzenden Parkhauses ausgebaut werde. Die Kosten würden dann bei vier Millionen Euro liegen.

Nach „46 Jahren und 74 Tagen im aktiven Dienst“, so der stellvertretende Wehrführer Jens Schnittka in seiner Laudatio, wurde der Brandmeister Werner Green in die Ehrenabteilung versetzt. Der 63-Jährige, der auch Leiter der Kreisausbildung für Atemschutz ist, kam in dieser Zeit auf die beeindruckende Zahl von 7000 Alarmierungen. Der Löschmeister Rainer Jürgensen wechselt ebenfalls in die Ehrenabteilung. Für 25 Jahre aktiven Dienst wurde er mit dem Brandschutzehrenzeichen in Silber ausgezeichnet.

In seinem Jahresbericht listete Schnittka 412 Einsätze (Vorjahr: 567) auf, darunter sechs Großfeuer (7). Hinzu kamen 18 Unfallhilfen (19) bei schweren Verkehrsunfällen, 167 technische Hilfeleistungen (244) und 33 Einsätze, um Ölspuren und Gewässerverunreinigungen zu beseitigen (20). Der Mitgliederbestand betrug Ende letzten Jahres 94. Durch die Neuaufnahme von sieben Kameraden beim Jahrestreffen wurde die „Schallgrenze“ von 100 überschritten. „Wir haben keine Personalsorgen“, stellte Hilburger fest. „Unsere Mitgliederschaft wächst.“

Wie es bei der Rendsburger Feuerwehr üblich ist, wurde zu Beginn der fast dreistündigen Versammlung ein Essen gereicht. Mehr als 250 Schnitzel, dazu Kartoffeln und Gemüse, wurden von den Ehefrauen und Partnerinnen der Kameraden serviert.

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