zur Navigation springen

Mord in Rendsburger Autowerkstatt : Wegen Erkrankung: Prozess gegen Ex-Soldaten verzögert sich

vom

Die Tat hatte der Mann zum Prozessauftakt bereits eingeräumt. Er habe jedoch aus Notwehr gehandelt, sagte er aus.

Kiel/Rendsburg | Im Mordprozess gegen einen 34-jährigen Ex-Soldaten verzögern sich Plädoyers und Urteilsverkündung wegen der Erkrankung eines Verteidigers. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann heimtückischen Mord vor. Demnach soll er in einem Rendsburger Gewerbegebiet im August seinen Schwager mit drei Kopfschüssen getötet haben.

Die geplanten Plädoyers entfielen am Freitag, das Urteil werde nun voraussichtlich etwa eine Woche später fallen als zunächst geplant, am 22. Juni, teilte die Staatsanwaltschaft in der Verhandlung im Kieler Landgericht mit.

Das Gericht hörte einen Gutachter des Landeskriminalamts zu nur gering ausgeprägten Schmauchspuren auf Handschuhen an, die der Angeklagte laut Zeugenaussagen bei der Tat getragen haben soll. Diese reichten nicht aus, um weitere Schlüsse zum Tathergang zu ziehen, stellte der Experte fest.

Die Tat hatte der Mann zum Prozessauftakt bereits eingeräumt. Er habe jedoch aus Notwehr gehandelt, sagte er aus. Der Schwager sei kriminell gewesen und habe ihn und seine Familie massiv bedroht, er selbst habe ihn im Juni 2016 wegen schwerer Straftaten bei der Polizei angezeigt. Die Witwe des Getöteten tritt im Prozess als Nebenklägerin auf.

zur Startseite

von
erstellt am 06.Jun.2017 | 10:58 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert