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3,7 Millionen : Weg frei für Ausbau der Schule Altstadt

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der Bauausschuss hat gestern Abend mit sieben zu vier Stimmen den Sperrvermerk aufgehoben, durch den der Bau von sieben Klassen-, Fach- und Diensträumen für die Schule Altstadt Ende 2013 von den Gremien auf Eis gelegt worden war.

shz.de von
erstellt am 29.Jan.2014 | 09:39 Uhr

Gäbe es kein Alkoholverbot an den Schulen des Landes, dürften heute im Lehrerzimmer der Schule Altstadt wohl die Sektkorken knallen. Denn der Bauausschuss hat gestern Abend mit sieben zu vier Stimmen den Sperrvermerk aufgehoben, durch den der Bau von sieben Klassen-, Fach- und Diensträumen Ende 2013 von den Gremien auf Eis gelegt worden war. Für die Aufhebung stimmten die Vertreter der SPD, der Grünen, des SSW und der Fraktion Modernes Rendsburg. Die CDU sprach sich dagegen aus.

Mit dem Sperrvermerk hatten die Politiker der Verwaltung den nötigen zeitlichen Spielraum geben wollen, um die Kostenplanung von 3,7 Millionen Euro zu überprüfen und daraus Einsparvorschläge zu entwickeln. Doch das Einsparpotenzial, das Bau-Fachbereichsleiter Frank Thomsen gestern skizzierte, bewegte sich „angesichts der Bausumme im marginalen Bereich“. Nur wenige tausend Euro ließen sich bei unveränderter Raumplanung sparen.

Und genau das beanstandeten die Kritiker des Millionen-Projekts. Anja Ilgenstein (CDU) erinnerte ihre Kollegen daran, dass man den Sperrvermerk aufgrund der prekären Haushaltslage beschlossen habe. Die CDU habe erwartet, dass das gesamte Projekt umgeplant werde. „Wir können uns das große Paket nicht leisten“, sagte sie. Anja Ilgenstein kritisierte das Rathaus: „Die Verwaltung hat den einfachsten Weg eingeschlagen. Es gibt keine Gedankenspiele darüber, wie ein Plan B aussehen könnte.“

Die Befürworter argumentierten, dass jede weitere Verzögerung der Bauarbeiten der Schule nachhaltig schaden würde. „Wir stehen mit unseren beiden Gemeinschaftsschulen in Konkurrenz zu den Schulen der Nachbargemeinden“, sagte Ausschussvorsitzender Marc-Olaf Begemann (SPD). Eine Neuplanung würde das Projekt um zwei Jahre zurückwerfen. Dann hätte die Schule Altstadt im Vergleich zu anderen Schulen einen „schweren Stand“. Begemann warb dafür, für Lehrer und Schüler gute Arbeitsbedingungen zu schaffen. Die für die Schule entwickelte Raumkonzeption bezeichnete er als sinnvoll.

Die Konkurrenzsituation der Schulen sprach auch Sabine Stechmann (Modernes Rendsburg) an. Für Rendsburger Kinder und Jugendliche, die Schulen in den Nachbargemeinden besuchen, zahle die Stadt bereits Schulbeiträge über 145 000 Euro im Jahr. Wenn man mit dem Ausbau der Schule Altstadt weiter warte, werde das weitere Eltern davon abhalten, ihre Kinder an Schulen in Rendsburg anzumelden.

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