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Büdelsdorf : Weg frei für Ausbau der Hollerstraße

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Nach Streit um Städtebaufördermittel: Büdelsdorf und Kieler Innenministerium wollen wieder konstruktiv zusammenarbeiten.

shz.de von
erstellt am 09.Feb.2016 | 12:00 Uhr

Der fast ein Jahr dauernde Streit der Stadt Büdelsdorf mit der Städtebauförderung der Landes über nicht bearbeitete Anträge ist offenbar beigelegt. Die Wende zum Besseren brachte laut Bürgermeister Jürgen Hein ein positiv-konstruktives Gespräch auf Fachebene am vergangenen Donnerstag im Innenministerium. Fazit: Das größte Büdelsdorfer Straßenbauprojekt kann voraussichtlich ab Frühjahr 2017 realisiert werden. Es handelt sich um den bis zu drei Millionen Euro teuren Ausbau der Hollerstraße im Abschnitt zwischen dem Käte-Ahlmann-Haus und der Moschee.

Wie Hein ausführte, soll die Straße entschleunigt und aufgewertet werden. Die Planer wollen die Fahrbahn verengen, die Bürgersteige verbreitern sowie längst verschwundene Vorgärten einzelner Häuser wiederherstellen. Damit soll der hohen Fluktuation der in der Hollerstraße angesiedelten Einzelhandelsgeschäfte und Dienstleistungsbetriebe entgegengewirkt werden. Gleichzeitig will man den Wohnwert steigern und um neue Angebote wie das Mehrgenerationenwohnen ergänzen. Die Grundlage für den Ausbau der Hollerstraße ist bereits vor neun Jahren geschaffen worden: 2007 verabschiedete die Büdelsdorfer Stadtvertretung ein „Integriertes Stadtentwicklungskonzept“. Darauf baute das Sanierungsgebiet „Hollerstraße-West“ auf, das 2009 ausgewiesen wurde. 2010 stand ein Einzelhandelskonzept für den Straßenzug auf der Agenda, und 2011 verabschiedete die Politik erforderliche Gestaltungssatzungen.

2012 sollte mit dem Bau begonnen werden. Doch mehrfach veränderte das Innenministerium die Planungsgrundlagen. Mehrfach sorgte das für monatelange Verzögerungen. Schwer belastet wurde die Zusammenarbeit zwischen Kiel und Büdelsdorf zudem durch ein von der Stadt angestrengtes Gerichtsverfahren über nicht bewilligte Zuschüsse für das Käte-Ahlmann-Haus. Im Dezember hatte sich Hein öffentlich darüber beschwert, dass das Innenministerium als Reaktion auf den Rechtsstreit seit Februar 2015 keine Anträge aus Büdelsdorf mehr bearbeitet habe.

Das wird sich wohl ändern. „Ich gehe davon aus, dass unsere Anträge wieder bearbeitet werden“, sagte Hein gestern gegenüber der Landeszeitung. Er bestätigte, dass man auch über die von Büdelsdorf ans Land zu entrichtenden Strafzinsen für nicht rechtzeitig investierte Fördergelder gesprochen habe. Für die Jahre 2009 bis 2014 soll Büdelsdorf eine halbe Million Euro ans Land zurücküberweisen. Dies hatte der Bürgermeister bisher verweigert und es damit begründet, dass man einen Großteil der Fördergelder nicht habe ausgeben können, weil das Innenministerium untätig gewesen sei. Jetzt scheint auch bei diesem Problem ein Durchbruch erzielt worden zu sein, offenbar wird Büdelsdorf ein Rabatt gewährt. Hein wollte sich dazu nicht äußern: „Wir haben Stillschweigen vereinbart.“

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