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Landeszeitung

12. Dezember 2017 | 23:01 Uhr

Owschlag : Wassermühle im Flammenmeer

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Auch einen Tag nach dem Brand der Wassermühle in Owschlag waren Feuerwehrleute im Einsatz. Die letzten Glutnester wurden gelöscht. Es entstand ein Schaden von mindestens 500 000 Euro.

shz.de von
erstellt am 03.Jan.2014 | 17:01 Uhr

Nach dem Brand der alten Wassermühle in der Dorfstraße in Owschlag ist der Eigentümer mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht worden. Er hatte am Donnerstagabend offenbar noch selbst versucht, das Feuer in seiner Werkstatt voller antiker Möbel zu löschen, teilte die Polizei am Freitag mit. Weitere Menschen wurden nicht verletzt.

Bei dem Feuer entstand nach Polizeiangaben Sachschaden in Höhe von mindestens 500 000 Euro. Brandursache war möglicherweise ein technischer Defekt. Das Feuer war am Donnerstagabend im Werkstattbereich ausgebrochen. Gegen 17 Uhr ging der Alarm bei der Leitstelle der Feuerwehr ein. Die Ortswehren Owschlag, Norby, Brekendorf und Alt Duvenstedt rückten an. Die Büdelsdorfer Feuerwehr mit ihrer Drehleiter wurde nachalarmiert.

„Es brannte heftig“, machte Heiko Klein von der Feuerwehr Owschlag das Ausmaß des Brandes deutlich. Ein solch großes Feuer hätten wohl wenige seiner Kameraden jemals bekämpft. Als die Feuerwehren eintrafen, sei ein Betreten des vierstöckigen Gebäudes nicht mehr möglich gewesen, sagte der Gruppenführer. „Alles war voller Rauch und es bestand die Gefahr einer Durchzündung.“ So habe man den Brand nur mit massivem Wassereinsatz von außen bekämpfen können und das 15 mal 35 Meter große Gebäude kontrolliert herunterbrennen lassen. Ein Übergreifen der Flammen auf ein angrenzendes Wohnhaus konnte verhindert werden.

Durch den Brand stürzten drei der vier Stockwerke des Gebäudes ein. In den drei oberen Geschossen standen antike Möbel, die lichterloh brannten. „Schrank an Schrank“, machte Klein deutlich, wie viel Nahrung die Flammen hatten. Bis um Mitternacht dauerte der Löscheinsatz, an dem 120 Rettungskräfte beteiligt waren. Danach blieb eine Sicherheitswache vor Ort.

Gestern Morgen machte die Feuerwehr Owschlag mit Nachlöscharbeiten weiter. Ein Bagger riss die noch stehenden Außenmauern des Gebäudes ein. Restliche Glutnester wurden gelöscht. „Wir werden weiter zu Kontrollen an die Brandstelle kommen und gegebenenfalls nachlöschen“, betonte Heiko Klein, als seine Kameraden gestern Mittag abrückten. „Rauch wird hier wohl noch tagelang zu sehen sein“, meinte Klein. Die Kriminalpolizei nahm am Freitag vor Ort die Brandermittlungen auf.

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