Was ist dran am Bubble Tea?

Jugendredaktions-Mitarbeiterin testet das Trend-Getränk / Begeistert von großer Geschmacks-Vielfalt

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17. Oktober 2012, 11:25 Uhr

Jedem ist vielleicht schon dieses seltsame Getränk mit dem dicken Strohhalm und den Perlen aufgefallen - die Rede ist von Bubble-Tea. Als Asien-Fan wurde man schon relativ früh hierauf aufmerksam, da das Getränk in Fernost bereits einen richtigen Kultstatus feiert. Ursprünglich in Taiwan erfunden, hat der traditionelle Bubble-Tea drei Merkmale: Zum einen die unabdingbaren "Bubbles", die das Getränk erst zu einem richtigen Erlebnis machen. Von diesen gibt es zwei Arten.

Die Tapioperlen, die den Geschmack des Tees aufnehmen und im Mund genussvoll zerkaut werden, und die "Bobas", mit Fruchtsaft gefüllte Kugeln, die im Mund zerplatzen. Dann gibt es noch die Jellies, die mit Götterspeise vergleichbar sind. Beim Trinken zergehen diese im Mund.

Zum Zweiten besteht sein Hauptinhalt aus Tee mit Fruchtsaft oder Milch. Durch die große Auswahl an Geschmäckern ergeben sich unzählige Kombinationen. Als Letztes dann noch der superdicke Strohhalm, der extra zum Bobas-Aufsaugen kreiert wurde.

Hört sich doch ziemlich lecker an! Das wollte ich doch gleich ausprobieren. Natürlich möchte ich den originalen, von einem Asiaten hergestellten Bubble-Tea genießen. Leider ist der nächste Laden erst in Hamburg, aber ein Shoppingtrip brachte mir die Gelegenheit. Ich entschied mich für Kokos-Milchtee mit Mango-Bobas. Der Preis von 2,90 Euro für die mittlere Größe machte mir so gut wie keine Bauchschmerzen. Die waren es nämlich Wert! Den Bubble-Tea fand ich sehr lecker, besonders die Bobas durch den Strohhalm aufzusaugen macht großen Spaß. Für mich gehört zu jedem Hamburg-Trip von jetzt an ein Bubble-Tea automatisch dazu.

Seit Juni bietet eine bekannte Fast-Food-Kette in Büdelsdorf nun auch dieses Getränk an. Mit der kurzen Distanz könnte ich mir so sogar öfters eines gönnen. Wenn es denn auch so gut schmecken würde. Leider falsch gedacht: Mein Grüner Tee/Mango/Strawberry-Boba-Bubble-Tea war ungenießbar. Die Bobas waren warm und der Tee allgemein bestand überwiegend aus Schaum. Für mich schmeckte alles auch ein bisschen chemisch.

Fazit: Dieser Bubble-Tea war für meinen Geschmack überhaupt nicht mit dem "richtigen" aus Hamburg zu vergleichen. Aber vielleicht habe ich einfach nur die falsche Kombination erwischt. Es gibt ja noch 249 weitere auszutesten.

Natürlich bringt etwas Neues immer ein bisschen Kritik mit sich: So warnen Krankenkassen vor diesem Trend-Getränk, da in diesem ein ganz schrecklicher Dickmacher stecken soll. 0,2 Liter sollen zwischen 300 und 500 Kalorien beinhalten (etwa dreimal so viel wie in Cola) und den Durst überhaupt nicht löschen. Hinzu kommt die Gefahr für Kleinkinder, die sich an den Bobas verschlucken können. Bubble-Tea gilt als lose Ware, deshalb ist die Deklarationspflicht auch vermindert. Das soll heißen: Es kann alles Mögliche untergemischt sein.

Kritik hin oder her - Für mich steht fest: Der Bubble-Tea in Hamburg schmeckt zu lecker, als dass ich mir Sorgen um irgendwelche überschüssigen Kalorien mache. Zum Thema Dickmacher kann ich nur sagen: Wir sterben alle irgendwann. Aber bestimmt nicht an einem Bubble-Tea.

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