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Landeszeitung

21. Oktober 2017 | 12:45 Uhr

Arche Warder : Was das Schweineherz begehrt

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der Tierpark Arche Warder richtet eine neue Ferkelstube ein. Kuscheln mit dem schweinischen Nachwuchs ausdrücklich erwünscht.

In der neuen Ferkelstube der Arche Warder findet der Nachwuchs der Borstenviecher alles vor, was das Schweineherz begehrt: viel Sand zum Wühlen, Baumstümpfe zum Sich-dran-scheuern, einen kleinen Teich zum Suhlen sowie gleich zwei Höhlen zum Ausruhen und Sichverstecken. Die Ferkelstube wurde in den Sommermonaten von Grund auf renoviert. „Alles ist neu: der Unterstand, der Teich, der Sand, der Palisadenzaun und die Feldsteinmauer“, zählen Stefanie Klingel und Lisa Iwon vom Arche-Team auf: „Durch all diese Neuerungen ist die Ferkelstube nun noch viel tiergerechter geworden als vorher.“

Die ersten Nutznießer des komfortablen neuen Geheges sind ein Dutzend zwei Monate alte Bunte Bentheimer. „Die Ferkel kommen hier auf diese Anlage, sobald sie von der Mutter abgesetzt wurden, und sie bleiben hier so lange, bis sie zu groß fürs Streicheln und Spielen mit Kindern sind“, erläutert Lisa Iwon. Die Interaktion von Mensch und Tier ist der Hauptzweck der Ferkelstube. „Hier können Kinder und Erwachsene die Ferkel hautnah erleben“, so Lisa Iwon, „Schweinekraulen ist eine super Erfahrung – die Kinder freuen sich immer tierisch.“ Für die Gekraulten ist die Interaktion mit den Zweibeinern genauso positiv, denn: „Man hat ja als Schwein so einige Stellen, wo man selbst nicht drankommt, falls es da juckt, und da freuen sich die Ferkel, wenn die Menschen das Kraulen übernehmen.“ Die vierbeinigen Bewohner der Ferkelstube wissen den Kratzservice der Tierparkgäste sehr zu schätzen: „Die Ferkel werden schnell zutraulich und lassen sich gern durchkraulen.“ Das Futter, das die Besucher mitbringen und verteilen dürfen, sorgt beim Borstenviehnachwuchs für zusätzliche Begeisterung.

Im neu angelegten Teich können sich die Schweinchen nach Herzenslaune suhlen. Als Rückzugsmöglichkeiten stehen eine Höhle im Begrenzungswall und ein Unterschlupf unmittelbar an der Info-Hütte zur Verfügung. Aus Schweinesicht habe die neue Ferkelstube „mindestens fünf Sterne“ verdient, meint Lisa Iwon. Der Unterstand für die Besucher ist ebenfalls komplett neu gestaltet worden. „Dafür haben wir extra alte Ziegel, Dachpfannen und Pflastersteine benutzt, um den Stil eines alten schleswig-holsteinischen Bauernhauses nachzuempfinden“, betont Stefanie Klingel. Ganz neue Infotafeln geben Auskunft über typische schweinische Verhaltensweisen, und es werden auch alle Schweinerassen der Arche Warder bildlich vorgestellt.

Die notwendige Umzäunung ist durch Erdhügel, Holzpalisaden und Feldsteinmauer naturnah gestaltet, und so fügt sich das neue Gehege harmonisch in die Umgebung ein. Gekostet hat die neue Anlage rund 15  000 Euro. Die Bingo-Umweltlotterie hat den Neubau mit 9000 Euro unterstützt. Dass in der Ferkelstube auch in den nächsten Monaten immer kraulwillige Schweinchen auf Besucher warten, ist sichergestellt, denn in der Arche Warder wimmelt es momentan geradezu von Ferkeln. Bei den Schwedischen Linderöd-Schweinen gibt es derzeit ebenso Nachwuchs wie bei den Turopolje, den schwalbenbäuchigen Mangalitzas und den Angler Sattelschweinen.

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