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Was Bauern wissen müssen – getestet an nur einem Tag

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

145 Lehrlinge stellten sich dem Berufswettbewerb der Landjugend

shz.de von
erstellt am 12.Feb.2015 | 16:27 Uhr

Handwerkliches Geschick, unternehmerische Kompetenz gepaart mit Redegewandheit und Überzeugungskraft, theoretischen und praktischen Fähigkeiten – das alles braucht ein Landwirt heute. All das ist auch im Berufswettbewerb der Deutschen Landjugend gefragt. In der Landwirtschaftsschule in Osterrönfeld fand gestern die Entscheidung für den Kreis Rendsburg-Eckernförde statt.

Gerste oder Weizen, Deutsches Weidelgras oder doch Welsches Weidelgras, Holzpellet oder Kali – bei der Bestimmung von 20 Sämereien, Dünge- und Futtermitteln kam mancher Landwirt in spe doch ins Grübeln. Auch die Auszubildende Christine Bock (19) aus Breiholz musste genau hinschauen, um die Inhalte der Schalen innerhalb von 15 Minuten richtig zu benennen.

Bei der zweiten praktischen Aufgabe war Handwerk gefragt. Ein von einem Beleuchtungskabel abgerissener Stecker sollte fachgerecht wieder angeschlossen werden. Landwirtschaftsschüler Jonas Riecken aus Embühren hatte 30 Minuten Zeit, diese Aufgabe zu lösen. Hier achteten die Prüfer auch auf die Werkzeughandhabung, die Genauigkeit bei der Anfertigung und auf die Ordnung am Arbeitsplatz.

145 Landwirtschaftslehrlinge, darunter 30 Frauen, beteiligten sich am 33. Berufswettbewerb der Deutschen Landjugend. In der ersten Prüfung mussten sie – Lehrlinge im zweiten und dritten Jahr – ihr Allgemeinwissen beweisen. Berufstheoretische Kenntnisse und Fachrechnen wie Düngemittel- oder Futtermengen-Berechnung waren im zweiten Teil gefragt. In einer Präsentation oder einem Vortrag konnten sich die Lehrlinge zu modernen Medien in der Landwirtschaft äußern oder die Vor- und Nachteile des Wohnens beim Ausbildungsbetrieb deutlich machen.

Der Berufswettbewerb wird vom Bund der Deutschen Landjugend (BDL), dem Deutschen Bauern- und dem Deutschen Landfrauenverband alle zwei Jahre ausgetragen. Der Kreiswettbewerb wurde in diesem Jahr von einem zwölfköpfigen Landjugend-Team unter der Leitung der Kreisvorsitzenden Merle Pahl aus Schülldorf und Florian Kruse aus Hamdorf organisiert. Ausgerichtet wurde der Wettbewerb mit Unterstützung der Landwirtschaftsschule und der Deula. „Der Berufswettbewerb bietet die Möglichkeit, das eigene Wissen und die eigenen Fertigkeiten zu testen und sich dabei mit anderen Auszubildenden zu messen. Neben fachlichen Aufgaben gilt es auch, in einem Vortrag die eigene Meinung strukturiert und mit überzeugenden Argumenten zu präsentieren. Diese Kommunikationskompetenz wird in Zukunft im Hinblick auf eine engagierte Öffentlichkeitsarbeit der Landwirtschaft an Bedeutung gewinnen“, betonte Martin Maier-Walker, Leiter der Landwirtschaftsschule. Bei dem gestrigen Kreisentscheid kamen Gesa Redderberg aus Scharbeutz (Ausbildungsbetrieb: Gut Warleberg, Neuwittenbek), Jill Jensen aus Gönnebek (Versuchsgut Hohenschulen, Achterwehr) und Sven König aus Eckernförde (Tiemer, Osdorf) auf die ersten drei Plätze. Sie haben sich dadurch für den Landesentscheid qualifiziert, der am 24. März in Husum stattfindet.

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